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Kürbiszeit

Überall am Straßenrand und in den Gärten leuchtet es Orange – es ist Kürbiszeit

Aber was nur tun mit all den Kürbissen, wenn man schon genug Kürbissuppe, Kürbiscurry, Kürbischips…. hatte? Und was tut die Filzerin mit all ihrer Kürbisliebe?

Wie wäre es mit um den Hals hängen?

Denn auch ich kann nicht aufhören in diesem unglaublichen Orange zu schwelgen.

Und so darf diese fröhliche Herbstfarbe ( übrigens handgefärbt aus alten geerbten Seidenmalfarben) noch etwas bleiben und im ersten Herbstnebel diesen Jahres ihre Fröhlichkeit versprühen.

Herbstlich

Im Garten und am Wald biegen sich Bäume und Sträucher und ihre Früchte locken mit leuchtenden Farben.

So ziehen auch einige neue Figuren auf dem Jahreszeitentisch ein und bringen neben der Liebe zur Natur auch die Lust auf Ausflüge zum Sammeln und Entdecken.

Auch Opa Herbstmaus hält schon Ausschau und schnuppert in die verheißungsvollen Spätsommerlüfte

Diese Figur ist rein trocken mit der Filznadel gearbeitet. Durch ein Drahtgerüst kann sie verschiedene Körperhaltungen einnehmen – abwartend gespannt wie Opa zum Beispiel.

Ich freue mich auf verschiedene Herbstmaus Kursabende – der erste bereits am 4.10. und bin schon sehr gespannt auf den Rest der Bande.

Sitzfellchen

Nachdem wir diesen Kurs im letzten Herbst wegen einer Schlechtwetterfront zwei Mal absagen mussten hat es nun geklappt. Der erste Kurs seit März 2020 fand im Garten der Werkstatt statt.

Herrliche frische Rohwollvliese erwarteten die Kursteilnehmerinnen – manche davon quasi schurwarm.

Der Weg von der Rohwolle zum weißen kuscheligen Sitzfellchen ist nass, schlammig und so lohnenswert – auch wenn der letzte Teil der Arbeit Schütteln und Zupfen heißt – je länger desto besser.

Regionale Wolle wird oft unterschätzt – birgt sie auch keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr ist die Urbarmachung z. B. durch Fellchen filzen oder Waschen und Färben ( könnt ihr in früheren Einträgen dieses Jahres sehen) ein archaischer ja manchmal fast magischer Moment.

Diese Studie habe ich aus den gleichen Fasern gefertigt – trotz ihrer Robustheit lassen sie sich klaglos nadeln. Was mit diesem Stück passiert zeige ich gern im nächsten Eintrag – bis dahin kuschel ich noch ein bisschen und schwelgen in Erinnerungen….

Wildwuchs

Ein Rotkehlchen Nest – geschützt in der alten heugefüllten Sandmuschel am Boden im Schuppen. Zuerst bin ich erschrocken – ein dunkler Fleck, eine diffuse Bewegung, als ich nach längerer Zeit mal wieder die Türe öffnete.

Dann aber recht bald Entzücken und Rückzug. Nun ist das Nest bereits leer und einige Hüpferlinge waren im Garten zu sehen.

Wir füttern die Vögel das ganze Jahr über. Gerade jetzt in der Brutsaison stehen Weichfutter und Erdnüsse bereit, um die gestressten Altvögel während der Brut- und Aufzuchtphase bei Kräften zu halten und es ihnen zu erleichtern, die Insekten, die sie finden ihren Kleinen füttern zu können. So brüten hier neben Rotkehlchen u. a. auch Amseln, Spatzen, Meisen, Stare und Mönchsgrasmücken. Am Vogelhaus sind zudem Kleiber, Specht, Buchfink und Goldammer regelmäßig zu Gast.

Aber auch anderen Besuchern gefällt das Take-away ausgesprochen gut

Jeden Tag schaue ich dankbar dem bunten Treiben da draußen vor den Fenstern zu. Ich erlebe, wie sich verschiedene Tiere in unserer unmittelbaren Umgebung beheimaten und ihren Nachwuchs aufziehen. Ich bemerke, wie neue Pflanzen in unseren Wiesen Einzug halten, manche, um zu bleiben, manche, um nach einer Saison wieder zu verschwinden, um andernorts Wurzeln zu schlagen. Ich höre im Morgen- und Abendgrauen die verschiedensten Vögel, ihre Rufe und ihre Lieder und bin eifrig daran, sie zuordnen zu lernen.

Und mag auch nicht jedem der Wildwuchs, die dichten Hecken, die blühenden Wiesen oder mittlerweile ziemlich hohen, schattenspendenden Bäume in unserem Garten gefallen – die Steinhaufen, das Astgewirr, die Totholzhaufen, alte Baumstämme, Brenn- und Taubnesselecken oder so einige unaufgeräumte, halb vergessene Stellen wie die alte Heu gefüllte Sandmuschel im Stadel:

Wir sind glücklich, zumindest ein bisschen zu teilen und selbst Teil zu sein

Es ist das, was mir die täglichen Farben und Formen schenkt

Es ist, was mich beflügelt und erhält

Maientanz

Lasst den Frühling ein

In dieser Figur vereinen sich Gotlandpelzlocken mit meiner mit Erlenzapfen gefärbten Lieblingshautfarbe und einem leichten Filz aus Wensleydale und Ramie.

Im Figuren filzen auf diese Art und Weise stehe ich am Anfang einer sehr spannenden Reise – Schritt für Schritt fügen sich Puzzleteile offener Fragen in einem Prozess des Lernens, Scheiterns, Weitermachens.

Lasst auch ihr euch bescheinen und durchwärmen, selbst in Wind und Regen.

Sammelt Licht und Energie – die helle Zeit ist da, immer wieder, immer neu.

Wichtelglück

Ich habe eine schöne Art gefunden, Handfilz mit einem bestickten Trikotköpfchen stabil und ansprechend zu verbinden. Gerade für kleine Hände sind diese Wichtel gedacht – zum Puppenspiel oder zum Dekorieren auf dem Jahreszeitentisch.

Das Besticken macht mir gerade besonderen Spaß – wenn ich es auch bewusst schlicht halte.

Das Herstellen der Köpfchen katapultierte mich im Herzen um viele Jahre zurück – zur Zeit im Waldorfkindergarten.

Und so entstanden immer mehr verschiedene Köpfchen – und die nächste Möglichkeit der Verarbeitung war bald erinnert.

Auch diese Fingerpüppchen können den Jahreszeitentisch beleben, wenn sie nicht gerade im Einsatz sind.

Von einer guten Freundin bekam ich vor vielen Monaten ein wunderbares Körbchen geflochten.

Mit Dach und Türe wurde es zum kleinen Wiesenhäuschen

So können sich die Elfchen am Ende eines langen Tages einkuscheln und es ist Ruh am Tisch

Bis das Spiel am nächsten Morgen weitergehen kann….

Regionale Wolle Teil 2

Hier eine minikleine Portion Wolle so, wie sie aus dem Schursack kommt – sie war wirklich nicht allzu dreckig. Und doch ist es unglaublich, welche Verwandlung die Fasern machen. Ich zeige das einfach mal wieder hier ( in Bildern von Kleinstmengen – gewaschen habe ich 4 gut aussortierte Vliese in Rhönschafgröße). Ich hoffe, auch neuen Leserinnen einen kleinen Einblick in die Urbarmachung von Wolle zu geben, die wenig bis gar nichts mit den maschinell aufbereiteten schreiend bunten Wollfluffeln zu tun hat, die der Billigbastelhandel unter dem Namen Zauberwolle grammweise in feinem Plastik verpackt unters Volk schmeißt ( ich spreche hier ausdrücklich NICHT von den allseits bekannten deutschen und österreichischen Wollhändlern und andere professionelle europäische Wollversänden!!! ) Mein Beitrag kann den Prozess allerdings nur zusammenfassend beschreiben. Jeder Schritt hat seine eigene kleine Welt der Erfahrung und des Lernens und ist es wert, selbst gegangen zu werden.

Nach einem 1 Tagesbad ( sh. voriger Beitrag) mit etwas Soda und einem zwei- dreimaligen Wasseraustausch sah es nach dem 3 tägigen Trocknen mit wiederholtem Umschichten und Drehen dann etwa so aus

Ich hatte das Vlies bereits vor dem Waschen zerrissen – sprich: ich hatte die Fasern, die durch das Wollfett, Dreck und auch etwas Verfilzung richtig zusammengehockt waren zwischen den Händen mit Hilfe meiner Finger, die ich wie einen Reisswolf verwendet habe, aufgelockert und auseinandergerissen – portionsweise und insgesamt stundenlang. Der Grund: dadurch lösen sich bereits einige Verschmutzungen und Vegetabilen fallen zu Boden. Die Fasern werden aufgelockert und werden beim Einweichen besser und schneller sauber. Diese Arbeit übernimmt bei der maschinellen Säuberung von Wollfasern der Wolf – und ehrlich: nach 3 Vliesen hatte ich mir auch den Wolf gerissen. Diesen Vorgang habe ich nach Trocknung der Fasern wiederholt. Dadurch verabschieden sich erneut viele Grasreste und ähnliches, was auch nach meiner Wollwäsche noch hartnäckig in die Fasern verhakt war. Ergebnis waren nun duftige wollweisse Wollwolken

Immer wenn ich mal soweit bin freu ich mich erstmal so richtig und verspüre eine tiefe Verbundenheit zu diesem meinem Handwerksmaterial.

Was bei mir bei ( fast – Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel) keinem Vlies fehlt ist eine Filzprobe, um die Filzeigenschaften der Wolle zu testen. Dazu schaue ich mir gerne auch die Faserlänge und die Faserbeschaffenheit an. Da es sich bei dieser Wolle nicht um die eines reinrassigen Herdbuchtieres handelt macht es für mich wenig Sinn, die Erkenntnisse zu katalogisieren. Aber: ich kann ja meine Erkenntnisse für die nun vorhandene Wolle schöpfen, also mal erneut schnell einen Blick drauf werfen

Entschuldigt – mein Maßband war verschollen… Aber die Faserlänge kann man in diesem Vergleich fast besser einschätzen. Interessant zu wissen ist vielleicht, dass sich im Vlies eines Tieres sehr verschiedene Fasern befinden können – je nachdem wo sie sich befinden. Als nur ein Beispiel folgendes Bild

Gleiches Tier – andere Länge und auch Beschaffenheit. Die kleinen feineren Löckchen befinden sich meist an der Stirn oder an den Backen. Bereits beim Vorsortieren vor dem Waschen zerreisse ich solche meist kleinen, interessanten Stücke nicht sondern wasche sie vorsichtig im Verbund.

Erst nach dem Trocknen ziehe ich vorsichtig einzelne Löckchen aus dem Faserverbund, indem ich sie unterhalb der Spitze mit Daumen und Zeigefinger packe, die Wollportion mit der anderen Hand locker festhalten und dann ziehe.

Diese Locken verwende ich gesondert weiter- für Figurenhaare z. B. In kleine Portionen gepackt warten sie dann erstmal aufs Färben.

Frische vorbereitete Lockenbündel neben bereits pflanzengefärbten Skuddenfasern

Ganz anders gehe ich vor, wenn ich längere und auch wertvollere Locken zu waschen habe. Dazu gerne ein anderes Mal mehr.

Nun aber zur Filzprobe. Übrigens ließe sich die natürlich auch aus der ungewaschenen Wolle machen – drinnen verzichte ich allerdings ganz gern darauf… Mit den Handkarden kämme ich mir die Fasern zurecht, so kann ich diese regelmäßiger auflegen ( natürlich kann auch direkt aus der gerissenen Faser gelegt werden – ich kämme meist nur für die Probe)

Nach Auslage einer Fläche in zwei Lagen filze ich nun so lange, bis sich nichts mehr an Schrumpfung tut.

Das Ergebnis hier war überraschend. Die langfasrige gut strohige Wolle erweist sich als mittelmäßig bis gut filzfreudig. Sie schließt schnell, ihr Verbund ist dicht. Der fertige Filz bleibt trotz ordentlicher Schrumpfung recht weich.

Bei einer Probekugel mit einer groben Filznadel komme ich sehr schnell zu einem sehr stabilen Ergebnis beim Nadelfilzen, ausserdem gefällt mir die leicht gewellte Optik der Fasern sehr gut. Also beschließe ich ohne großes Federlesen einen Teil der Wolle für Zwerge und Wiesen in Grüntönen zu färben – ab damit in den Topf.

Party time!

Eine sehr schnelle Möglichkeit Fasern im Topf zu färben ist das Aufbrauchen sämtlicher auch älterer Seidenmalfarbreste der Mama oder Freundin – viele Leute verkaufen die Reste ihres ehemaligen Hobbies auch für kleinstes Geld. Nehmt, was ihr kriegen könnt – damit arbeitet ihr zum einen sehr schnell und sicher ( kein Anrühren von Pulver notwendig) und ressourcenschonend ( es gibt viel zu viel alte Farbflaschen in Regalen und Schränken…). Wenn ihr beim Mischen ein bisschen auf den Farbkreis achtet kann auch bei gruseligen Farbtönen nichts schief gehen. Und wenn ihr genug Färbematerial sprich Wolle habt könnt ihr die Farbe nach Gusto verteilen und so lange Wolle nachlegen, bis das Wasser klar ist ( sollte der nach dem ersten Färbevorgang noch farbig sein)

Ich habe 2x nachgelegt, sowohl Flocke als auch ein älteres kardiertes Stück Bergschaf.

Ich denke, den ungefärbten Rest werde ich zum Trockenfilzen und Stopfen verwenden. Dazu zeige ich im nächsten Beitrag mal ein Beispiel. Ich hab nun einen sehr großen Vorrat davon – vielleicht begegnet euch diese Wolle ja auch an einem Kursabend, wenn es wieder soweit ist…

Vitamine

Und immer schön gesund essen – die viele Schokolade schmeckt doch eh nicht…. die Lebkuchen…. und die Kipferl…der Stollen…

…die Trüffel…das Spritzgebäck… die Ausstecherle… die Makronen…. der Baumkuchen …

… die Nougatherzen… die Marzipansterne…. und die Florentiner…

Dann doch lieber viele Vitamine!!!!

Oder?!

Regenbogenbunt DIY für Kleine mit Große

Regenbogenbunt statt grau ( und braun)! In diesem dichten Novembernebel des lockdown light ( hört sich irgendwie so nach Diätschokolade an…) sind viele bunte Farben und ein Regenbogen genau das Richtige für eine kleine Aktion mit wenig Wolle und Seifenspaß – gerade mit ganz kleinen Mitfilzern und Mitfilzerinnen im Kindergartenalter. Der Aufwand hält sich in engen Grenzen, das Material kann aus der Restekiste gesucht werden und beim Wolken filzen kann gar nichts schief ( genug) gehen…

Vorneweg – die Idee des Ring- Regenbogens ist weder brandneu noch im Grunde originär von mir. In meiner Jugendfreizeitszeit haben wir bereits Ringe mit Krepppapier umwickelt. Die Idee, mit kleinen Helfern ein garantiert gelingendes Beiwerk herzustellen jedoch kam mir bei einer Anfrage einer Erzieherin, was man denn mit Kleinkindern „Gscheits“ filzen könne ( vielleicht sollten gerade die Großen, auch die Eltern überdenken, welche Definition sie denn was „Gscheitem“ zuordnen und welchen ihrer ideellen Vorstellungen sie die Werke der Kinder unterwerfen wollen….)

Hier mein Vorschlag für was spaßiges „Gscheits“

Im Vorfeld richtet eine Schüssel, Seife, und Handtuch am gemeinsamen Werkplatz her. Eine Nähnadel mit bereits eingefädeltem Faden eurer Wahl, eine Schere und evtl. eine Filznadel sollte für die Große in greifbarer Nähe bereit liegen

Außer einer Hand voll weißer Vlieswolle und ein paar bunten Fasern Strangwolle in Lieblingsfarben braucht ihr einen Vorhangring ( jaja, ich mutmaße, dass es so eine ominöse 80ger Jahre Plastiktüte voll dieser Teile in fast jedem Keller gibt – denn zum Wegwerfen sind sie immer zu schade und man könnte sie ja auch noch mal brauchen….. Ansonsten hilft ein Anruf bei der Oma oder der Nachbarin, der Gang zum Sozialkaufhaus oder ihr schneidet einen Ring aus Karton oder einem Pappteller aus)

Jetzt folgt die erste Teamwork. Die Große bindet den ersten schmalen Wollstreifen mit einem einfachen Knoten an den Ring und hält diesen fest. Der Kleine zieht mit flinken kleinen Fingern Runde um Runde die bunte Wolle durch den Ring, die Große greift nach und verhindert damit, dass die Wolle rutscht.

Wie ihr die Farben verteilt ist ganz euch überlassen – ich habe mich entschieden, den Ring in der unteren Hälfte mit Blau und in der oberen Hälfte bunt zu gestalten. Beim Farbwechsel benötigt es evtl. die großen Finger, um die Fasern in der ersten Runde mit der Vorgängerfarbe überlappend zu wickeln, dann können die kleinen Finger weiter arbeiten. Hand-Auge-Koordination, Geduld, Ausdauer, Feinmotorik… oder einfach nur Spaß am gemeinsamen Arbeiten.

Die Fasern der letzten Farbe können von der Großen mit einer Filznadel parallel zum Holz vorsichtig unter die Wickelung geschoben werden.

Tipp: Das kann mit einer bereits abgebrochenen Filznadel ( wer solche besitzt, hat auch so manches Gerippe denn: genau – man könnte sie ja nochmal brauchen…) gefahrlos und schnell erledigt werden.

Für sehr junge Kinder könnt ihr diesen Schritt bis hier her auch alleine vorbereiten – die trocken umwickelten Ringe lassen sich gut lagern und bei Bedarf hervorzaubern.

Nun noch die Wölkchen vorbereiten.

Die Große teilt die weiße Vlieswolle in drei Streifen und rollt daraus mit Hilfe des Kleinen drei kleinere Kugeln. Diese werden zuerst mit trockenen Händen bearbeitet, über die Unterlage oder auch in der Hand gekugelt und gerollt. Vielleicht kann man auch mal versuchen, sie in die Schüssel oder vom Tisch zu pusten….Aber dann kommt endlich das (handwarme) Wasser und Seife ins Spiel.

Die Hände wie beim Hände waschen richtig gut einseifen. Der Ring wird ins Wasser getaucht, kommt in die seifige Hand und wird nun erst vorsichtig später stärker mit seifigen Händen von allen Seiten gestreichelt – je fester die Wolle darum gewickelt war desto weniger besteht nun Rutschgefahr.

Schrumpfen kann die Wolle um den Ring nicht wirklich, aber sich etwas schließen und vorallem Spaß machen.

Achtung: Solltet ihr einen Pappring umwickelt haben bleibt dieser trocken! Ihr lasst diesen Schritt aus und ihr springt gleich zum nächsten!

Aus den weißen Wollkugeln entstehen im nächsten Schritt durch Rollen und Reiben fluffige Filzwolken – hier zählt nur der Spaß am Seifenwasser. Wird es gar zu flutschig wird das Wölkchen einfach kurz im Handtuch ausgedrückt. Auch die Hände und die Unterlage etwas trocknen und den Filz feucht und ohne weiteres Wasser oder Seife weiterrollen, kneten, quetschen, klopfen,… alles was Spaß macht.

Das Ergebnis darf aussehen wie verunglückte Kugeln – und das ist gut so.

Nun ist es dem kleinen Filzer meist wichtig zu wissen, wann denn das tolle Mobile endlich fertig ist. Die Große versucht derweil mit glitschigen Fingern mithilfe von Nähnadel und Faden (Oh wie schön! Der war ja im Vorfeld schon eingefädelt!!!) die Wölkchen in unterschiedlichen Höhen am Ring an zu nähen oder auch zu knoten und oben einen Faden zum Aufhängen anzubringen.

Und während der kleine Filzer bereits durch die Seifenwasserpfützen rollt hängt die Große das neue Mobile auf, freut sich und überlegt, wem sie mit einem Nächsten eine Freude machen könnte…

schuhu

ob am freitagabend den komischen kauz,

der als gefäß nun mit großen augen die schätze des alltags beäugt

oder

vor mehreren dienstagen die kleine eule, die sich durch die nacht schuhut – immer auf der jagd nach der dicksten und langsamsten maus….so fanden einige dieser tage ihren vogel in einem der kurse meiner werkstatt (ja – die haben dort ein nest…!)

und gerade diese immer länger werdenden nächte laden ein, das wollgarn aus der kiste zu holen, einzelne verirrte lavendelblütchen abzuklopfen und bei einer tasse tee gemütlich in eine decke gehüllt den käuzchen mit der sticknadel noch mehr kontur zu geben –

viel spaß dabei!