Archive for the ‘Nadelfilz’ Category

Filzkurse im Frühjahr

Beim Zusammenstellen dieses Beitrags fielen mir so viele Kursbilder in die Hände wie selten. In drei Monaten war ich 12mal mit Gruppen in Sachen Filz tätig – was für ein erstes Vierteljahr 2026…

Anfang Januar trafen nach drei Stunden Nadelfilzen so einige Mäuseschläferle aufeinander –

um sich den Restwinter einfach schön zu schlafen….

Im Feierabendfilz Winteredition filzten wir ein Pinguinbaby. Gerade Neulinge im Filzhandwerk erhalten hier bei den zweistündigen Feierabend – Filzveranstaltungen einen kleinen Einblick und gestalten ein überschaubares Projekt in der jeweilig ausgeschriebenen Technik, ohne Zeitdruck und eben in Feierabendlaune ( der nächste Feierabendfilz ist übrigens am kommenden Montag, 13.4. und zwar die Frühlingsedition „Schlüsselblume“ – noch sind 3 Plätze zu vergeben…)

Aus meinen „Rest-“ Pinguinchen baute ich in der Folge kleine Mobiles, die zum Verkauf nach Regensburg ins Stadlwerk (direkt an der Steinernen Brücke ) reisten – ich mag es, wie sich die Kleinen auf der Eisscholle drehen und der Kristall dabei bunte Prismen an die Wand wirft…

Im Kurs Blütentraum ging es im Stadtmuseum Deggendorf bunt zu – passend zum Titel der laufenden Ausstellung ( die weiterhin geöffnet ist und zum Besuch einlädt)

Ebenso bunt und phantasievoll interpretiert entstanden ein paar Tage später eine Bande Katzengetier – allesamt von Anfängerinnen im Nadelfilzen.

Am Kursabend Hühnerkorb filzten die Teilnehmerinnen fröhliches Hühnervolk – zum Schablonenfilz kam hier z.B. auch die Verbindung von Schnur und Fläche hinzu. Die drei Stunden waren sehr erfüllt, denn Handwerk benötigt Zeit, Raum, Geduld und Liebe zum Detail. Das Ergebnis: eine Augenweide.

Der Filzkurs Erdengefäß in meiner Werkstatt vereinte Anfängerinnen mit Geübten – jede fand ihren Ansatz zu Lernen und Wachsen, so wie die Gefäße mit all ihren grünen Sprossen am Ende des Abends gen Himmel wuchsen.

An einem Februarsamstag durfte ich mal wieder eine Gruppe in den Räumen der LVHS Niederalteich ins Nadelfilzen einführen – unser Tag stand unter dem Motto „Frühlingserwachen“ und wir beschäftigten uns sowohl mit den Grundlagen des Nass- als auch des Nadelfilzens.

So entstanden wilde frühlingsstarke Höhlen und im Anschluss kleine blühende Erdenbewohner. Eingeladen waren Umweltbildnerinnen, Naturpädagoginnen, Erzieherinnen, Lehrpersonal und alle, die sich einen ganzen Tag lang Frühlingsgedanken, Fasern und Filzhandwerk widmen wollten.

Ein wahrlich zauberhafter, gemeinsamer Tag in inspirierender und wohlwollender Umgebung.

Ganz ohne Wasser und auch ohne Filznadel ging es am nächsten Tag weiter im Nawareum zum 3. Jubiläum – wir filzten frühlingshaften Möhrchenschmuck und glaubt mir: alle Werkplätze waren die ganzen Stunden voll belegt und es schwirrten so viele wilde Möhrchen von dannen wie ich es mir nicht hatte vorstellen können – danke für euren Besuch!

In der folgenden Woche hieß es für eine Gruppe Filzinfizierte Gehirn in Falten legen – wir widmeten uns gemeinsam der Anleitung meiner Filzkollegin Gitte Funk vom Parallelfunk, vor Jahren in der Filzfun veröfffentlicht. Hin und wieder lade ich zu Filztreffen ( keine Kurs, keine direkte Anleitung von mir, keine Gebühr – gemeinsames Arbeiten mit eigenen Materialien an einem gemeinsamen Thema der Wahl steht hier auf dem Programm) in meine Werkstatt ein. Bist auch du faserverliebte Filzerin und hättest Lust, mal an einem solchen Treffen teilzunehmen? Dann schreib mir gerne eine mail und ich informiere dich bei nächsten Mal.

Die Schnecken sind jedenfalls allesamt wirklich schneckig geworden – danke Gitte für diesen Input.

Nun noch einen Blick auf den letzten Tageskurs vor meinen Osterferien – dem Kurs „Frauengestalten“.

Sechs Frauen – sechs Stunden – sechs Frauengestalten.

Ich habe diesen Kurs nun schon einige Male veranstaltet – und jedes Mal verlasse ich danach die Werkstatt mit einem sehr warmen und vertrauten Gefühl. Vieles wird sichtbar, hörbar und fühlbar in diesen Stunden des Figurenbaus und der Faserarbeit. Danke für diesen gemeinsamen Tag voller Geschichten und Gestalten – es war mir eine Ehre, euch begleiten zudürfen.

Ganz richtig – zwei Veranstaltungen fehlen in diesem Streiflicht. Diesen widme ich mich im nächsten Beitrag – denn beide Kurskonzepten schubsen mich gerade innerlich weich und beständig, sie bald wieder anzubieten….genau so wie die Frauengestalten wollen sie mich ein Stück des (Filz-) Weges begleiten…

Mehr dazu bald.

Herbstleuchten

Jetzt, wo die Blätter fallen und fallen und die Sicht durch die Nebelschwaden oft tagelang getrübt ist

fallen mir immer noch die satten Rottöne der Hagebutten ins Auge

und dieser kleine Farbklecks genügt, den Herbst zum Leuchten zu bringen….

Diese kleine Herbstleuchtenfigur ist aus Bergschafwolle nadelgefilzt, ihre Kleidung ist nassgefilzt. Das Kleidchen ist zudem mit Johanniskraut gefärbt und anschließend bestickt.

Die Geschichte vom Rübchen

Ein Mann hat ins Beet ein Rübchen gesät

schaut jeden Tag nach, wie`s dem Rübchen so geht…

Dass das mit der dann anstehenden Ernte gar nicht so einfach wird, davon erzählt dieses Märchen – und auch von Tatkraft, Zusammenarbeit und Ausdauer.

Denn nur, wenn alle zusammenhelfen kommt man letztendlich zum Ziel – und zum leckeren Rübchen.

Und auch, wenn in der Originalgeschichte gar nicht vorkommt, dass auf einmal das Kätzchen verschwunden war, weil es vom Kirschbaum aus die schöne Aussicht genießen wollte, passierte genau das ganz unvermutet auf meinem Tisch, bevor die Figuren auf den Weg in eine Kindertagesstätte gehen durften…

Doch die Aussicht auf Kuscheln und einen wohlgefüllten Teller lockte das Kätzchen dann doch recht rasch in die liebenden Arme des Enkelchen –

Und so endet auch diese so alltägliche Geschichte gut – und darf nun in Zukunft hoffentlich noch oft erzählt werden.

Kursreise an die Ostsee

Auf Einladung der Naturschule in-natura verbrachte ich im Juli eine Woche im Raum Wismar. Im Abschlussmodul zur Ausbildung zum zertifizierten/r NaturpädagogIn für Ganzheitliche Naturbildung filzte ich an zwei Nachmittagen im Gutshof Friedrichswalde mit den Teilnehmenden ihre ganz eigene Figur.

Einige Teilnehmende filzten diese passend zu ihrem Jahresthema und beim Arbeiten einer Brennnesselfrau über Frau Holle bis zu Löwenzahn und anderer persönlicher Gestalten vergingen die Stunden wie im Flug.

Da bis zu den nächsten Kursen zwei Tage Zeit blieben erkundete ich ein bisschen die Küstenumgebung. Auch wenn ich dieses Jahr bereits zum 3. Mal als Referentin zu Gast in Mecklenburg- Vorpommern war hatte ich erst dieses Mal wirklich Zeit, um z.B. Rostock, Warnemünde, Nienhagen oder Heiligendamm zu besuchen und auch zu genießen.

Sowohl Samstag als auch Sonntag durfte ich je eine Gruppe im Tageskurs „Gestalt geben“ begleiten – diese fanden total idyllisch am Waldrand in einem ganz neu erschlossenen Werkraum an der Schafweide statt.

Innerhalb von 7 Stunden bauten und filzten die insgesamt 16 Teilnehmerinnen an ihrer ganz persönlichen Figur aus Wolle und Draht. Meist darf diese sie nun im Anschluss bei ihrer Arbeit als Lehrerin, Erzieherin und/oder Naturpädagogin begleiten.

Nicht nur Filzgeübte, auch Anfängerinnen im Filzhandwerk kamen zu beeindruckenden Ergebnissen – voller Gestaltungsliebe, handwerklich überlegt ausgearbeitet und mit ganz persönlichem Bezug zum eigenen Thema.

Ich denke, es kann noch lange, sehr lange Zeit dauern, bis ich müde werde, euch in eurer Filzreise zu begleiten – schon sehr bald werdet ihr das neue Kursprogramm hier finden. Figurenfilz, kleine und größere Nassfilzprojekte werde ich anbieten – und ein neues Format, den Feierabendfilz – für alle, die meine Werkstatt gerne mal auf ein kleines, feines, zeitlich kürzeres und nicht zu forderndes Feierabendfilzchen kennenlernen oder natürlich auch wiedersehen wollen.

Figurenkurs Frauengestalten

Es ist immer wieder so ein wunderbares Ereignis, wenn sich Draht und Wolle durch Übung, Wissen und viel Nadelarbeit im Laufe eines Tages zu Figuren formen.

Angeleitet in Technik und Handwerk von mir und inspiriert durch eigene Bilder, Geschichten und – nicht zuletzt – die Gesellschaft in der Gruppe kam auch hier am Filztag Frauengestalten jede Teilnehmerin zu ihrer ganz eigenen Frauengestalt.

Gute Reise nach Nah und Fern, ihr Frauen – danke für euer Dasein und eure Gestaltungsfreude, euer Miteinander, euer Lachen, eure konzentrierte Arbeit.

Wer die Gelegenheit nutzen möchte, seine ganz eigene Figur zu gestalten, aber eher im Nordosten der Republik wohnt: am Sa, 19.7. bin ich zu einem Kurstag im Kreis 23992 Zurow eingeladen – aufgrund der hohen Nachfrage bieten wir nun einen Zusatztermin am So, 20.7. ebenfalls dort an und hier sind noch 2 Plätze zu vergeben. Genaue Infos findet ihr bei der Naturschule MV in natura – vielleicht sehen wir uns ja?

Ausgeläutet

Ich glaube fast, die Schneeglöckchen haben sich ausgeläutet….

Vorgestern schön ließen sie die Köpfchen hängen, gestern machten sich ihre weiße Glöckchen klein und schmal.

Heute sind sie im Regen kaum mehr zu sehen – nur ihr tiefes Grün bedeckt die immer noch winterbraune Erde. Bald sind sie nur noch Erinnerung – der Frühling beginnt…..

Märzenmaus

Und schon ist es wieder die Zeit der Märzenmäuse – eine etwas scheue, aber umso liebenswertere Zunft.

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Unter dem Schutz des Märzenbecherles und mit Ausblick hoch über dem Geschehen begrüßen sie den Monat März..

Und ich mit ihnen – mit Frühlingssehnsucht im Herzen.

Armbänder rund um die Welt

Schon vor einiger Zeit nahm ich am felt swap der international feltmakers association teil. Das diesjährige Thema war bracelet/ Armband und ließ viel Raum für individuelle Gestaltung.

Beim swap ist es wie beim Wichteln – verschiedenste Menschen, in diesem Fall FilzerInnen aus Europa, USA und Kanada werden paarweise zusammengewürfelt, um sich – unbekannterweise – mit einem gefilzten Geschenk, in diesem Fall einem Armschmuck, zu bedenken. So entstehen Kontakte rund um den Globus und das Netzwerk der Faserschaffenden wird enger und persönlicher.

Unverhoffterweise fand ich mich dieses Jahr einige Wochen vor Abgabe mit zwei Tauschpartnerinnen beschenkt – und so filzte ich mein Armband „Bloom“ in zwei Farbkombinationen, rot für England und weiß für Portugal.

Auf ein Band ( Hohlform) gefilzt mit handgefärbter feiner Merino und Tussaseide, anschließend bestickt, zu schließen mit einem Magnetknopf, macht es sich ein kleiner nadelgefilzter Blütenelf gemütlich und bringt in einem integrierten Beutelchen gleich eine Handvoll Blumensamen aus meinem Garten mit, damit auch bei meinen Tauschpartnerinnen im nächsten Jahr ein Heim für Blütenelfen wachsen kann.

War es dann geschafft, den allgemeinen Fertigungstermin einzuhalten, alles verpackt und versandt zu haben begann die Wartezeit.

Spannend … bis die Tauschpartnerin die Sendung erhielt, denn das kann gerade auch quer durch Europa ziemlich lange dauern und auch hier der tägliche Gang zum Briefkasten, bis auch ich meine beiden Geschenke in Empfang nehmen durfte.

Vielen lieben Dank, Fiona und Georgina – es war mir eine Freude! Die ganze Geschichte des swap ist auf der Seite der international feltmakers association zu finden.

Winterfluß

Noch klirrt die Luft und kleine Eisflächen liegen in den Altwassern der Donau

An Schattenhängen blitzt es schneeweiß, der Boden ist getaucht in dieses farblose winterbraun, zumindest vordergründig…

Und doch leben die Auen, wenn auch vieles im Geheimen, in der Tiefe, im Erdendunkel vor sich geht

Es wird werden – es wird Frühling werden…

Glückskinderwerkstatt

Willkommen 2025

Ich wünsche allen von Herzen eine glückliche und gesunden Zeit.

Ich freue mich auf ein weiteres Jahr Werkstattkurse, Kooperationen und neue Herausforderungen.

Lasst dem inneren Glückskind etwas Platz und gebt ihm Wärme zum Gedeihen und Wachsen.

Wir haben da am Dienstag schon mal vorgelegt – und ich denke, unser kleines Glück darf nun ruhig weit hinein ins neue Jahr strahlen.