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Im Innen und im Außen

Die Werkstatt in eine bunte Farbenpracht voller Wolle, Seide, Fasern anderer Arten und sonstiger vielfältiger Materialien zu verwandeln war Ingrids und meine geliebte Aufgabe am Vorabend unseres gemeinsamen Tageskurs „Filzgefäß“.

Nach einer kurzen Einführung in Material und Technik und einem tiefen Griff in unsere Probenkisten war bereits zu spüren, wie die Gestaltungslust innerhalb der Gruppe zu brummen anfing. Nun ging es daran, die ersten Entscheidungen zu treffen, was farbliche aber auch technische Gestaltung wie z.B. Vorbereitung für Reservierungen betraf.

So vielfältig wie die Materialauswahl waren auch die Ideen der Teilnehmerinnen und in der Folge auch ihre gefilzten Gefäße.

Schwelgend in Fasern und Formen gestaltete jede innen, außen und ja – auch manche ein dazwischen.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause ging es bald schon ans weitere Ausgestalten und manches Gefäß änderte nochmal seine Gestalt – unversehens.

Anfängerinnen im Filzhandwerk wie Geübte – sie alle bildeten für diesen Tag eine Gemeinschaft der Gestaltenden an meinen Tischen, begleitet von Ingrid Modlmayr, Filzgestalterin und Kunsttherapeutin ( Erlangen) und von mir.

Am Ende des Tages stand, wie so oft, der Stolz aufs Geschaffene, die begeisterte Würdigung der anderen Werke und eine bunte Runde an Gefäßen, denen allen die gleiche, schlichte Schablone zugrunde lag.

Im Innen und im Außen – jedes Gefäß zeigt beide Ansichten. Mag sein, dass das ein oder andere Gespräch im Raum auch mal vom Innen erzählt hat oder warum gerade diese Farbe oder Textur eine Rolle spielen darf. Das alles hatte Platz – aber nichts musste zwangsläufig formuliert werden. Was von Grund auf verband war das gemeinsame Wolle legen, das Entscheidungen treffen, das sanfte Anfilzen, das kraftvolle Walken und das beherzte und flexible Form finden, die schaffende Gemeinschaft mit dem Ohr und immer einem gutem Wort für die andere.

So tragt nur euer Gefäß mit Stolz und findet den richtigen Platz in eurem Zuhause – es birgt soviel.

Wir danken euch.

Filzkurs: Im Innen und im Außen

In knapp 2 Wochen findet in meiner Werkstatt ein besonderer Kurs statt. Diesen möchte ich euch hier nochmals vorstellen –

denn kurzfristig sind nun gerade 2 Plätze frei geworden – vielleicht für dich? neu vergeben

Samstag, 17.1.2026

10.00 – 17.00

95,-€ inkl. vegetarischem Mittagsimbiss

zzgl. 10,-€ Materialpauschale

Filzgefäß – Im Außen und im Innen

Dieser Kurs ist geeignet sowohl für Filzanfängerinnen als auch Geübte, die sich ganz in Wolle und Tun fallen lassen und ihrer Gestaltungslust Ausdruck verleihen möchten.

Begleitet durch Ingrid Modlmayr ( Erlangen), Filzgestalterin und Kunsttherapeutin und Delia Grimm, Filzgestalterin und Sozialpädagogin

Was ist in mir geborgen, was erfüllt mich, welche Bilder und Farben formen, stabilisieren, tragen mich, was ist sichtbar, was eher nicht ?

Diesen Impulsfragen wollen wir an diesem Tag in Ruhe nachgehen, ohne sie zwangsläufig formulieren oder austauschen zu müssen.

Im Gestalten und Filzen eines größeren Gefäßes ( Auslegemaß ca. 30-40cm im Durchmesser) nähern wir uns durch die Auswahl von Farben und Strukturen und später durch die Formgebung dem Thema. Wir werden uns vom vielfältigen Angebot an Fasern aber auch an vielerlei anderen Materialien ebenso wie von inneren Bildern, Techniken wie Nunofilz oder Reservierungstechniken leiten lassen. Wir nutzen Schere, Nadel und Faden oder malen einfach nur Farben und Formen in Wolle und verorten uns einen Tag lang in Filz.

Was dann noch geteilt werden möchte, bekommt Raum.

Ganz absichtlich zeige ich hier kein fertiges Gefäß –

jede wird sich durch ihre Neugier, unser vielfältiges Material- und Technikprobenangebot, unsere Begleitung und letztendlich durch ihre Tagesstimmung leiten lassen.

Wir freuen uns.

Schlüssel zum Glück

Alles Gute und viel Glück für das Neue Jahr 2026 –

vielleicht passt ja einer…..

Weihnachten zu

Nun ist meine Werkstatt in der Weihnachtszeit angekommen

Von Herzen sende ich höchst adventliche Grüße

aus meiner kleinen Filzwelt.

Eben habe ich zwei neue Kursangebote eingepflegt – es werden in absehbarer Zeit noch einige andere dazu kommen. Auch in einigen (wenigen) Werkstattkursen findet sich noch ein Plätzchen – vielleicht als last-minute-Geschenk für die beste Freundin…?

Ich jedenfalls freue mich auf ein Kennenlernen oder ein Wiedersehen im nächsten Jahr 2026

Ob beim Nass- oder beim Nadelfilzen, ob in meiner Filzwerkstatt Augentrost oder bei einem anderen Träger ( alle Angebote finden sich laufend aktualisiert rechts) – ob als Filzneuling oder altes Häschen….

Gestaltung in jeder Form hat immer etwas heilsames Stärkendes – wir sehen uns!

Filzfortbildung am Seminartag

Intensive Stunden in der Wolle verbrachten 14 Fachlehrerinnen für Werken und Gestalten diesen Herbst in meiner Filzwerkstatt Augentrost.

Am Vormittag widmeten wir uns der Materialkunde, der Arbeitsplatzeinrichtung und der Technik des Nassfilzens über eine Schablone.

Passend zu den stabil nahtlos gefilzten Apfelhäuschen entstanden am Nachmittag dann die felligen Bewohnerinnen.

Ganz nebenbei füllte sich ein um die andere Seite im persönlichen Filzerfahrungslogbuch – Nadelstärken, Wollfeinheit, Wollsorten, Auslegetechnik, Oberflächenfinish und auch Umsetzungsideen für die Klassen.

Ich weiß dank eurer Rückmeldungen, dass euch dieser Tag dem Filzhandwerk, welches ja nur ein Bestandteil eurer Arbeit ist, wieder ein Stück näher gebracht hat, was mich ungemein freut.

Schön war es – danke für euer Interesse und das gemeinsame Filzen hier über den Dächern von Deggendorf.

Herbstleuchten

Jetzt, wo die Blätter fallen und fallen und die Sicht durch die Nebelschwaden oft tagelang getrübt ist

fallen mir immer noch die satten Rottöne der Hagebutten ins Auge

und dieser kleine Farbklecks genügt, den Herbst zum Leuchten zu bringen….

Diese kleine Herbstleuchtenfigur ist aus Bergschafwolle nadelgefilzt, ihre Kleidung ist nassgefilzt. Das Kleidchen ist zudem mit Johanniskraut gefärbt und anschließend bestickt.

Herbstlicher Filzabend im Nawareum Straubing

An diesem Abend wurde mir mal wieder bewusst, wieviel Gestaltungsraum eine ( zumindest für mich) sehr überschaubare Filzfläche bietet. Acht Frauen, fünf davon mit wenig bis keiner Filzerfahrung, widmeten sich 3 Stunden lang den Basics des Nassfilzens – der Fläche.

Von der Farbauswahl über die richtige Auslegetechnik, vom Gestalten des Motivs oder von Abfärbungen, vom Nässen und Anfilzen hin zur Form- und Walkarbeit…

alle diese Schritte bieten viel Lern-, Experimentier- und Erfahrungsraum, auch für geübtere Filzerinnen.

Zudem sollte die entstehende Fläche rund werden – manche LeserInnen kennen die Aufgabe…

Auch wenn – oder besser gesagt: gerade wenn dann etwas nicht nach Vorstellung läuft, einzelne Fasern andere Wege gehen, Pläne umgedacht oder angepasst werden oder letztendlich doch ein Weg gefunden wird, das Traummotiv exakt nach Vorstellung umzusetzen….die Fasern fordern ihre Aufmerksamkeit…

Danke für die bunte Reise und die erneute Einladung in die sehr inspirierende Atmosphäre des Nawareums in Straubing – Filztermine für 2026 sind bereits in Planung.

Die Geschichte vom Rübchen

Ein Mann hat ins Beet ein Rübchen gesät

schaut jeden Tag nach, wie`s dem Rübchen so geht…

Dass das mit der dann anstehenden Ernte gar nicht so einfach wird, davon erzählt dieses Märchen – und auch von Tatkraft, Zusammenarbeit und Ausdauer.

Denn nur, wenn alle zusammenhelfen kommt man letztendlich zum Ziel – und zum leckeren Rübchen.

Und auch, wenn in der Originalgeschichte gar nicht vorkommt, dass auf einmal das Kätzchen verschwunden war, weil es vom Kirschbaum aus die schöne Aussicht genießen wollte, passierte genau das ganz unvermutet auf meinem Tisch, bevor die Figuren auf den Weg in eine Kindertagesstätte gehen durften…

Doch die Aussicht auf Kuscheln und einen wohlgefüllten Teller lockte das Kätzchen dann doch recht rasch in die liebenden Arme des Enkelchen –

Und so endet auch diese so alltägliche Geschichte gut – und darf nun in Zukunft hoffentlich noch oft erzählt werden.

Projektarbeit in der Grundschule

Fast genau ein Jahr ist es her, dass ich im Rahmen der Initiative „KünstlerInnen an der Schule“ von der Werklehrerin einer 4. Klasse für vier Vormittage in ihren Unterricht eingeladen und dort mit viel Neugier, guter Laune und Gestaltungslust empfangen wurde – was für eine Freude, mit so vielen motivierten Menschen zusammenarbeiten zu können.

Der Wunsch war, gemeinsam ein Märchen zu illustrieren und in Filz umzusetzen.

Unser erster Morgen stand ganz unter dem Motto nass filzen.

In gemeinsamer Arbeit entstand so ein vielfältiger Waldboden, auf dem die Szenen aus dem Märchen anschließend aufgebaut werden sollten. Jedes Kind trug sein Stück dazu bei und in gemeinsamer kräftiger Walkarbeit bekam der doch sehr große Waldboden dann seine endgültige Form und Stabilität.

Auch filzten wir an diesem Vormittag einige kleine Steine und Felsen, um der Szenerie mehr Tiefe zu geben – und natürlich auch, um die Kenntnisse in der neuen Handwerkstechnik weiter auszubauen und zu vertiefen.

Beim nächsten Treffen eine Woche später kümmerten wir uns um einige Bewohner des Waldes. Da ich die Filznadel in diesem Setting für kein geeignetes Werkzeug halte widmeten wir uns Tieren, die wir in Wollwickeltechnik herstellen konnten.

Und bald schon war der Raum gefüllt mit buntesten Farben in Form von Schmetterlingen und Schnecken.

Unsere dritte Arbeitseinheit wurde dann so richtig spannend. Das Los hatte entschieden, welches Kind welche Figur aus dem Märchen gestalten durfte. Da gab es DorfbewohnerInnen, Holzfäller, die Hauptfigur Akelei, ihre Brüder und Eltern. Farben für Haut, Haare und Kleidung wurde diskutiert und ausgesucht, Hosen und Kleider gewickelt, Frisuren und Gürtel geflochten und nach und nach wurde die Geschichte lebendig.

Am vierten Treffen bauten die Kinder aus Holzscheiben und Holzstäbchen Haltevorrichtungen für ihre Figuren. Zusammen platzierten wir sie dann in unsrer Szene mit all den übrigen Elementen wie Steine und Tiere. Wir ließen uns Zeit und Raum, damit alles seinen Platz finden konnte, wir ließen alle Arbeitsschritte noch einmal Revue passieren und blickten voller Stolz auf das Geschaffene.

Zusammen mit dem selbst geschriebenen Märchenbuch, in dem auch der gesamte Gestaltungsprozess dokumentiert war, fand diese Gemeinschaftsarbeit dann ihre Vorstellung vor den anderen Klassen und allen Eltern an der Adventsveranstaltung der Schule .

Ich habe mich sehr gefreut, als eins der Kinder beim letzten Treffen zu mir sagte :“ Ach mann, jetzt, wo ich weiß, was eine Filzerin macht, gehst du schon wieder. Ich hätte gerne jeden Tag weitergefilzt…“

Weißt du – das kann ich so gut verstehen…..

Neue Kurse 2025/26

Das neue Werkstattprogramm 2025/26 ist für dich vorbereitet – alle Kurse und Infos findest du hier.

Anmelden kannst du dich per Mail unter info@augentrost.info.

Ich freue mich auf ein neues buntes Kursjahr in meiner Filzwerkstatt Augentrost – ab Herbst dann gemeinsam am Filztisch.