pack`mas

zeughaus

ja – einmal im jahr trau auch ich mich raus in die große weite welt – vom happy east geht es heute abend in den happy west of Bayern.

von freitag, 25.11. bis sonntag 27.11. findet man mich und viele andere aussteller auf dem

9.lindauer zeughausmarkt für kunst, handwerk und design in lindau im bodensee.

HIER findet ihr alle infos zu eurem wochenende!

im Gepäck hab ich dieses jahr allerlei märchenhafte kleinigkeiten

rotkehlchen

manche andere sind die letzten wochen bereits auf die reise in andere – ähnlich fremdartige gefilde (zumindest für eine nasenküsserbande) gereist

reise

trotzdem das reiseziel lockte – großstädte haben auf landnasenküsser immer immense anziehungskraft -entschlossen sich einige der bande, sich doch auch mit mir auf meinem heimatbesuch anzuschließen.

ich freue mich auf bunte tage voller begegnung -pack`mas!

 

 

 

internationale filzkunstausstellung forchheim

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noch bis zum sonntag – lest mehr hier.

zu finden sind dort auch ein alpaka – seidenkragen

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und ein mehrlagiger schal aus meiner werkstatt

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nutzt das nächste wochenende, euch von den ausgestellten stücken aus den reihen des deutschen filznetzwerks e.v. und unseres diesjährigen partnerlandes finnland inspirieren zu lassen.

lieblinge

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ein paar lieblinge der letzten kursabende

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werden nun zuhause sicher gebührend liebgehabt!

mausman

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im weichen moos räkelte sich heinz  in den ersten sonnenstrahlen dieses oktobervormittags – zwar etwas verschlafen nach einem längeren abend in der miau-miau-runde seines käsekegelclubs waldbach e.v. , dennoch voller zuversicht, dass dieser tag sich trotz des kalten morgens als exzellenter haselnuss-sammeltag entwickeln würde. bei seiner intensiv betriebenen fellpflege – prävention vor medikation – vermeinte er jedoch eine gewisse, nicht zu überspürende spannung in der luft zu vermerken und sah auf.

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naja – bis auf den zuweilen etwas zu aktiven nachwuchs aus  dem spatzennest war nicht viel zu entdecken – und voller hoffnung auf leisere tage sah heinz neugierig den ersten flugversuchen des juniors (der ihn – zugegebenermaßen desöfteren mit seinem lauten getschilpe und seiner jugendlich offenen art den letzten nerv raubte) zu. seine sinne aber sagten ihm, dass dieses ausbaufähige rumgeflattere nicht das einzige gewesen war, das seine aufmerksamkeit bis in die schnurrbartspitzen erregt hatte. da – ein leises, kaum zu vernehmendes schmatzen und schlucken… als ob jemandem bereits das wasser im mund zusammenlief und der es nur mühsam unterdrücken konnte…

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gefahr!!!! nach einem moment gefrorenen blutes regte sich sein wacher geist und sein innerstes jubelte – endlich! endlich wieder eine gelegenheit, diesem menschen geliebten fellbuschel mit dem scharfen ende eins auszuwischen. jede sekunde zählte – aber wer muss das heinz erzählen….

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im pfotenumdrehen war er im anzug und stürzte sich richtung des feindes – wollen doch mal sehen, wer hier die maske trägt….mausman flog nur zwei waghalsige angriffe und die katze nahm reißaus….heinz war das fast langweilig. wo waren die guten alten zeiten, in denen kater noch kater und keine verwöhnten fettklopse waren – oder war es gar einer dieser neumodischen hunde gewesen, die in eine dieser menschentaschen passten? hatte er diese wesen nicht sogar schon mal in einem sogenannten kinderwagen gesehen? heinz war sich da gerade gar nicht mehr sicher ….

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mit dem untrüglichen gefühl, dass sich das leben seit seiner jugend ganz schön verändert hatte kehrte er zurück – konnte sich aber eine ehrenrunde über dem mittlerweile etwas verschreckten spatzenpubertätling nicht verkneifen

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nachdem der anzug in der kammer sauber aufgehängt und die barthaare wieder in ordnung gebracht waren gönnte er sich erstmal einen warmen eichelkaffee (entgerbt) und kehrte an seinen sonnenplatz zurück

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werde du mal erst so alt wie ich – murmelte er dem spatzenkind einigermaßen wohlwollend zu, der seine immer noch tolpatschig anmutenden flugversuche wieder aufgenommen hatte. und mit einem letzten blick auf die angesichts der sie umgebenden gefahren so ungerührt wirkende jugend widmete er sich der tätigkeit, die seinem alter entsprach  – der vorsorge für den winter.

 

weitere einblicke in das leben der sippe finden sich in den mäusegschichten

 

schirmruhe

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ruhe am schirm heißt bei mir, daß es in der werkstatt dampft – und wie!

nach einer in vollen zügen genossenen sommerpause ist nicht nur die marktvorbereitung in vollem gange – die tische werden zwischen den filzkursabenden kaum richtig trocken und die guten altgedienten handtücher müssen so manche wäsche über sich ergehen lassen…rechts findet ihr das aktuelle programm. einige plätze finden sich noch – so z.b. diesen freitag im filzfigurenkurs für erfahrene filzerinnen „filz mich!“….

nach vielen vielen fischen, gefässen und blüten wurde mittwoch und donnerstag mit voller kraft an robusten filztaschen gearbeitet –

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den meisten war die blütentasche etwas zu wenig geräumig und so wurde – zugegebenermaßen in einer sehr erfahrenen gruppe – abgeändert, geschnitten, gelegt, geschichtet…

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ganz eigen in materialwahl und ausarbeitung – wie immer erwartet überraschend vielfältig.

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an zwei abenden entstanden in ausdauernder arbeit sieben taschen, die glücklich machen

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und ab sofort viele liter milch oder auch kartoffeln nach hause tragen können

taschen kann man nie genug haben….

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ein besucher aus einem vorjahreskurs fertig bestickt  – fröhliches einkaufen, ihr lieben!

 

 

es gibt kein schlechtes wetter

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nur unpassende kleidung….

also alpaka gezückt und wieder ein bisschen gekuschelt – bei 11 grad aussentemperatur gerade richtig.

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und damit es nicht ganz so an die schneekönigin erinnert

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farbe! jetzt auf ans meer – der wind kann kommen!

kurz vor ladenschluß

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ja – es sind nun noch 3 schäfchen, die mich tag täglich begleiten – im wahrsten sinne des wortes…und ihre wolle ist einfach viel zu schön – also ging es die tage, kurz vor der sommerpause, an die arbeit,

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neben dem kardieren von ouessant habe ich auch reste von heidschnucke, karamellfarbenem bergschaf und wensleydale zum färben vorbereitet.

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ein weiterer gefällter apfelbaum und ein großer arm voll stumpfblättrigem ampfer – in dem fall nur die samen –  von der weide ( nur im grenzbereich zur bewirtschafteten wiese unseres nachbarn wachsend) habe ich getrocknet. in den gängigen blogs zum pflanzenfärben habe ich zwar den krausblättrigen und den sauerampfer als färbemittel gefunden, diesen nicht – aber da dieser dringend von der weide weiter mußte und ich ihn sonst komplett nur dem lagerfeuer anheim gegeben hätte, probiere ich es nun einfach aus:

samen (abgeribbelt) ca. 300g habe ich 3 tage in 5l wasser eingeweicht, dann die samen in einen sehr feinporigen wäschebeutel gepackt.

ca. 110g färbegut (30g der wensleydale-locken, 80g dochtgarn und ein stückchen pongee) nach 0,5std alaunbeize (ca. 15%) sind nun inkl. färbesack und natürlich einweichwasser im topf – ich denke so an die 3 stunden.

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im moment erwarte ich ein unaufgeregtes gelb-braun ( da ich ja auch zu faul war den topf zu säubern…) – mal morgen sehen!

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nun ist doch wieder einiges ausprobiert, schachteln und säckchen für das nächste werkstattjahr gefüllt – zeit zum ausruhen. und wenn es nur minuten sind, so wertvoll – man muß die lücke nur zu schätzen wissen!

 

kleiner bildnachtrag:

wolle ampfer

 

nasenküsserei

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törööö – ich weiß, es ist sommer…aber ich freue mich so arg auf den zeughausmarkt in lindau. der ist zwar erst am 1. adventswochenende, also noch ganz schön lange hin.

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bis dahin wird noch so mancher nasenküsser schlüpfen –

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denn: manchmal braucht man einfach jemand, der einen auf die nase küsst

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ob sich norbert, nastasja, nofretete, niesbert und die anderen im winter so gerne voneinander trennen werden…. ich weiß noch nicht

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das ist ganz großes kino hier im oberen regalfach….nasenküsser unter sich

 

 

sommergelichter

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sommergelichter – es duftet nach gräsern und lavendel. die fasern der wolle verbinden sich mit den blütenständen, feine grannen sitzen wie luftiger flaum auf der oberfläche der stabil gefilzten hüllen.

sommerduft – eingefangen.

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sonne

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tatsächlich scheint die sonne heute – als ob es nie diese heftigen regenfälle gegeben hätte bietet die natur all ihre farben und düfte auf

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in der werkstatt ist es nicht so ruhig wie hier am schirm –

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kleine wünschen wie ein hortensienbouquet als firmschmuck oder eine walderdbeerchenbrosche wechseln sich ab mit überlegungen, die sich – wie so oft – um kiesel drehen

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auch ein apfelbaum, der einem sturm zum opfer fiel, spendet nur unter zuhilfenahme eigener kraft seine färbende rinde

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die kurse der folgenden wochen wollen vorbereitet sein – in gedanken bin ich aber auch schon im nächsten werkstattjahr und dem neuen programm, der geplanten ausstellung des filznetzwerks, dem zeughausmarkt in lindau und vielen anderen groß- und kleinigkeiten. oft habe ich keine kamera zur hand – momente, produkte, vorgänge gehen unfotographiert ihren weg. ich wünsche allen eine woche voller bilder im kopf und im herzen, die es nie auf displays schaffen können – und auch nicht müssen.