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Filzkurs Winterschlaf

Das Kursjahr ist eingeläutet – auch wenn dieses kleine Kerlchen eigentlich den ganzen Abend verschlafen hat – kein Wunder, so mitten im Januar….

Die kleinen Haselmäuse – die eigentlich gar keine Mäuse sind sondern zur Familie der Bilche gehören- würden im Winter gar nicht genug Nahrung finden, um ihren winzigen Körper bei Kräften zu halten. So ziehen sie sich von Oktober bis April zum Winterschlaf zurück – in Baumhöhlen, Nistkästen oder selbstgegrabenen Höhlen im Laub. Ihr Lebensraum sind artenreiche Hecken und Waldsäume von Laub- und Mischwäldern – wenn sie eben nicht so rasiert sind, wie das momentan wieder aller Orten passiert…

An diesem Montag Abend verließen nach nach dreieinhalb Stunden fünf müde Mäuse die Werkstatt – gemütlich eingekuschelt in ihren Nestchen. Auch deren Erschafferinnen waren zu dieser Stunde rechtschaffen müde, denn dieser Abend war mit seinem Doppelfeature aus Nass- und Trockenfilz etwas für die fleissigen Filzmäuse…mit einer Portion Schokolade und viel Konzentration beim Figurenbau und vorallem beim Nadeln hat dies wunderbar geklappt – herzlichen Glückwunsch!

Auch meine Mäuse legen sich nun wieder zur Ruhe, bis sie bald in neue Wälder reisen dürfen –

Ich bin mir aber sicher, dass sie auch dort ein gemütliches Plätzchen finden werden.

Mausesause

Eine Horde Herbstmäuse verließ am Montag spät abends die Filzwerkstatt unter den Dächern.

Viel Mausesause wünsche ich Ihnen und Ihren Menschenfreundinnen in Ihren neuen Zuhausen – und mögen diese mausefreundlich katzenfrei sein…

So bleibt meinen beiden Mausefreunden nur, sich nach all dem Trubel ein gemütliches Mauseplätzchen bis zum nächsten Markt zu suchen – da gibt es dann an meinem Stand die nächste Mausesause….

lieblinge

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ein paar lieblinge der letzten kursabende

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werden nun zuhause sicher gebührend liebgehabt!

mäuseliebe

langsam sorgte sich kurti – erich, sein langjähriger freund aus kindertagen kam dieses frühjahr so gar nicht aus dem spekulieren heraus. kaum waren am morgen die noch starren glieder gestreckt und der ärgste hunger an den zu boden gefallenen sonnenblumenkernen aus dem vogelhaus gestillt, war erich verschwunden.

meist fand er sich einsam sinnierend unter einem schneeglöckchen, die nase der frühlingssonne entgegenhaltend – und doch so traurig und mißgestimmt, dass es selbst die gesammelte mäusebande nicht fertig brachte, ihn in den kreis der guten laune aufzunehmen.

„wie soll das nur weitergehen?“ fragten sich josef und jochen. den zwillingen fiel nun schon gar nichts mehr ein, erichs aufmerksamkeit auf ihre – zugegebenermaßen etwas derben mäusespäße zu lenken. nicht mal das mäuschen von seite 3 schien ihn noch zu interessieren – und da er weder zum katzkopfen noch zum käsekegeln zu gewinnen war, verließ die beiden nun wirklich der mut. etwas mußte geschehen…

aber da die meisten lebenswendungen einfach passieren – ohne irdisches zutun, ohne kartenspiel oder käsekegeln – und die mäuschen von seite 3 auch gut daran tun, diese bis hin zum altpapiercontainer nicht zu verlassen, kann an dieser stelle auch wohl nicht erschöpfend geklärt werden,wie es ihre königliche majestät amanda leonora von den cat islands direkt hierher unter erichs schneeglöckchen verschlug – wahrscheinlich ist das auch egal – interessant zu vermerken ist, dass sie just in dem moment der höchsten sonnenfinsternis plötzlich da war. sicher ist nur ,dass amanda einfach so, still und leise vor erich hin trat und es bedurfte nicht vieler worte. es waren die leisen mausetöne, die erichs herz zum klingen und seine einsamkeit zum mäuseschwanzeinziehen brachten.

so brachte erich seine amanda zum glücksstein, an dem sich von alters her alle mäuse vom berg ihr versprechen geben – und die ganze mäusebande war dabei, als die kleinen aber feinen mauseworte fielen:

amanda und erich

bleibt immer ehrlich

ein ganzes mauseleben lang

gemeinsam springen, gemeinsam freuen

seid ein klang.