Posts Tagged ‘filzen’

filzmontag

 

wie bereits im vorjahr verbringe ich die montagvormittage in den deggendorfer werkstätten der lebenshilfe. diese bieten für die werkstattgängerInnen als zusätzliches angebot verschiedenste kurse an, wie z.b. schreiben, tanzen, trommeln oder eben auch filzen.

ich habe mich gefreut, als auch für dieses jahr die anfrage an mich kam, ob ich diese sechs vormittage übernehmen wolle. im letzten jahr hatten wir nämlich eine menge spaß, da flogen die filzbälle über den tisch oder hopsten die schatzdosen von einem zum anderen.

nach anfänglichen raum-und zeitverwirrungen am ersten tag (ich spreche allerdings nicht von wurmlöchern…) fanden wir uns dann doch noch zusammen und nutzten die verbliebene zeit eifrig, obwohl nur die hälfte der mann-/frauschaft erschien.

mittlerweile hat es sich jedoch eingependelt und auch heute habe ich wieder ein neues gesicht begrüßen dürfen – 8 teilnehmerInnen umfaßt die gruppe nun.

schön zu erleben, wie die erfahreneren den wollneulingen („ist das watte?“) mit rat und tat zur seite stehen – so entstand heute im größten neuschnee grade zum trotz ein kleiner blütenurwald in buntesten farben – na, auch schon frühlingssehnsucht?

gerne schreibe ich einen beitrag über unsere montags-filzprojekte  – wenn interesse besteht, lasst es mich via kommentar wissen – auch interessieren mich eure erfahrungen im bereich filzen in der arbeit mit menschen mit behinderung sehr. ich kann nur sagen : dieser montag hat mit viel spaß und lachen begonnen – die woche kann kommen!

wer hat die schönsten schäfchen

 

der letzte kurs dieses jahres ging recht beschaulich zur sache

schäfchen für die krippe, für den jahreszeitentisch oder auch zum spielen wurden in gemütlicher runde im gARTen hengersberg gefilzt.

umkleidet mit gotland-, wensleydale- oder mohairlocken wurden diese sehr liebenswert weich, wollig und wuschelig.

beim anblick dieser schäferei unnd speziell der kleinen lämmchen kam mir die geschichte „das hirtenbüblein“ in den sinn.

ein kleiner junge geht auf die suche nach seinem weißen lämmchen schneeweiß und trifft so manches tier und auch einen freundlichen zwerg, der ihm mit seiner laterne zur seite steht, bis schneeweiß endlich aus einem graben gerettet und wieder in die arme geschlossen werden kann.

wer also noch auf der suche nach einem geschenk für 2-5 jährige ist, kann mit diesem liebevoll illustrierten bilderbuch bestimmt so manches kleine und auch große herz erwärmen – und wenn ihr auch noch so ein kleines schneeweiß dazu fertigt, egal ob gefilzt, gestrickt, gehäkelt…ist die freude bestimmt noch um einiges grösser – es sind noch 9 tage, ihr habt also noch zeit!

zuckerstangen

herzen, äpfelchen…

alles, was rot ist und so richtig von weihnachten träumen läßt wurde heute in gemütlicher kursrunde  im gARTen hengersberg gefilzt. platz finden wird es an kränzen, gestecken oder sogar am weihnachtsbaum in der guten stube.

die ein oder andere wird es sich wohl vielleicht dreimal überlegen, ob diese herzensdinge tatsächlich als geschenk herhalten sollen – vielleicht für die freundin?

aber es muß schon die allerbeste sein…!

back home

die tage in der filzschule oberot waren wie jedesmal ein geschenk für mich – zeit, ruhe, inspiration, zuspruch und kritik, gespräche über gott und die welt, fachsimpeln über wollqualität, erwünschten schrumpf und oberflächenstrukturen, lachen und weinen, kaffee und caipi, und schokolade, schokolade, schokolade….

der letzte block meiner fortbildung ist nun beendet – jede arbeitete bereits an ihrem abschlußprojekt, das im juli 2011 auf der abschlußausstellung aller 4 klassen dieses jahrgangs seinen würdigen rahmen finden wird.

ganz deutlich zeigten sich dieses mal die unterschiedlichen wege und intentionen der einzelnen zum und im medium filz – oft wird in diesem zusammenhang das wort „unerschöpflich“ bemüht und auch ich möchte es für mich so greifen; wolle und filz lassen mich immer  immer neu legen, nässen, anfilzen, formen – eine form formt die nächste bereits in gedanken, ein gefilztes stück macht neugierig auf ein neues. ich liebe das gefühl der verschiedensten wollsorten in meinen händen, den geruch, das gefühl, mir dieses material bereits so vertraut gemacht zu haben.

an einem abend wie diesem, nach einem filzabend mit acht ganz unterschiedlichen frauen, bei dem es um die lust zur farbe für kalte winterabende ging, an dem die ein oder andere zum ersten mal wasser, wolle und seife miteinander in verbindung brachte und sich über das ergebnis freute, an dem sich ein netz vergnügter hingabe spann  – da bin ich glücklich

über diese fasern, die nicht nur sich, sondern auch menschen im tun miteinander verbinden.

zwergenhüttenstadt

während mein wirklich unwiederbringlich letzter block der filzschule näher rückt, versammelten sich dienstag abend acht frauen mit einer mission.

in der manufaktur wurde gefilzt, zwergenbehausungen aller colour, quasi ein schöner wohnen für die anderswelt…

ein mit viel herz gestaltetes spielzeug für alle zwerge(-nfreundInen) und auch das gibt es käuflich zugunsten des kindergartens zu erwerben am 25. und 26. nov im rahmen des bunten marktes deggendorf oder aber auf dem adventsbazar des freien kindergartens am 1. advent ebendort.

und: wer weiß, welche welten sich noch öffnen mit diesem zaubehaften utensil…

herbstfrüchte

heute fand der erste filzkurs des herbst-/winterprogramms im gARTen hengersberg statt.

wieder regten sich viele unermüdliche hände und filzten, rollten, wickelten, drehten oder wie das hier in niederbayern so nett heißt: „wutzelten“ herbstfrüchte aller arten.

das ziel, mit einfachen aber probaten gestaltungsmitteln zu einer naturnahen abbildung zu kommen hängt meiner meinung nach zu einem teil von der beobachtungsgabe, natürlich vom können in der praktischen umsetzung der gestaltungsidee, aber auch maßgeblich vom einsatz der richtigen wolle ab.

so tut es mir desöfteren leid, wenn teilnehmerinnen frustriert, ja fast ängstlich von ihren ersten filzbegegnungen erzählen, in denen ungeeignete und absolut überteuerte wolle aus bastelbeständen, zudem noch in homöopathischen dosen verkauft, zum einsatz kamen – mißerfolg vorprogrammiert.

deswegen kann ich nur allen anraten, die sich fürs filzen interessieren: laßt euch beraten, welche wollsorte und in etwa wieviel davon für euer vorhaben die geeignete ist, so daß mühe, schweiß und kreativität schlußendlich ein zufriedenstellendes ergebnis finden können – und laßt euch nicht von einem verunglückten versuch vom filzen abhalten, wenn es euch in den fingern juckt, denn:

 langer atem trägt schließlich (herbst-)früchte!

manufaktur

seit etwa 5 jahren leite ich den arbeitskreis manufaktur im freien kindergarten in deggendorf – alle 2 wochen treffen sich einige bis mehrere menschen, die zugegebenermaßen zu 99% weiblichen geschlechts sind, um für den kindergarten selbst oder für den bunten markt oder diverse bazare all die spielzeuge und dekorationen herzustellen, für die die waldorfpädagogik steht.  klar, dass wir viel filzen, ebenso aber wird gewickelt, gehäkelt, gestrickt, geschnitzt oder eben genäht.

wer sich näher für die arbeit des freien kindergartens oder aber für die verkaufstermine der manufakturwaren interessiert: www.freier-kindergarten-deggendorf.de

und wie war das jetzt mit dieser unmöglichen wolle, dieser wolle des schreckens, diesem färbeunfall? meine schwäbische seele hielt diese optische folter nicht länger aus und so überfärbte ich die 300g mit 0,5g schwarz, 2g karmin und 0, 3g gelb

wunderbare herbstfärbung, bei einfachem färbegang hätte ich das nie hinbekommen – nur:

jetzt krieg ich das so auch nie wieder hin….also einfach losfilzen und sich freuen – mal sehen, was daraus wird – ich denke da an  einen nunoschal, ähnlich wie dieser hier vielleicht

rechenschaftsbericht

eine woche filz – ein rechenschaftsbericht

am montag abend (und nacht) grassierte das blütenfieber in sicking – viele farbenprächtige blüten entstanden an diesem kühlen kursabend im geräumigen und warmen establo – ein kleiner wintervorrat an form und farbe…

eine woche lang filzte und nähte ich rosenringe, große blüten, kleine blüten, blumenbouquets….

angeliefert nach hengersberg warten sie auf rosenfreundinnen.

am mittwochvormittag dann ein kleiner ausflug auf den regenbogenhof – eine liebe bekannte führte mich erfolgreich in die grundzüge des spinnens ein – zwar wollte es mit dem kleinen und schnellen rädchen meiner schwiegergroßmutter noch nicht recht klappen, die selbstgebaute apfelspindel jedoch verführte mich fast zur handspinnsucht – wozu immer gleich ein großes ausstaffierung, wenn es doch zum lustvollen beginnen so einfach geht???

ganz groß auf meinem plan stand auch die fertigstellung meiner wandgestaltung von block5 der filzschule – rOt.

nach erneuten berechnungen legte ich die fläche 154x154cm aus, rot in rot – wie gesagt, es liegt jetzt schon mal und harrte des wassers und der seife.

die zweite änderung neben der verringerung der grundfläche ist dieses mal die auslegetechnik der letzten lage – oben der fehlgeschlagene versuch 1 in der blockwoche, unten der 2. versuch in meiner werkstatt. bis 1. oktober sollte es getrocknet und installiert sein, die beleuchtung hängt schon…

und wenn wir grade bei fehlversuchen sind – meistens wird in der öffentlichkeit/in der bloggerwelt von erfolgreichen aktivitäten erzählt, so daß man oft nach dem genuß einiger berichte ein schlechtes gewissen, schlimmer noch minderwertigkeitskomplexe bis hin zur kreativitätslähmung erleidet, da die werke anderer immer viiiiiiel besser, geplanter, innovativer, bunter, schöner………sind als die eigenen, buuuuuhuuuuhuuu…..

hier meine fehlfarbe der woche, etwas grausigeres habe ich farbtechnisch noch nie in wolle gesehen – dieses bild ist also für alle zum entspannen und für mich zur desensibilisierung

herbstpost

heute war posttag – viele briefe flatterten hin und her, zwischen regen und sonne, wolken und wind….

und ganz unbemerkt war auch der echte postbote da und brachte grüsse aus oberrot inklusive des katalogs der diesjährigen abschlußausstellung – ich habe mich so darüber gefreut!

ich erinnerte mich an diesen freitag im sommer, an dem ich mit susanne in oberrot wirklich geplättet in der ausstellung stand und wir (neben vielen klicksenden kameras und handys zugegeben…) einfach nur genossen, was wir sahen.

und gleich fingen auch meine gedanken zu kreisen an, um mein abschlußthema, um die filzschule im allgemeinen und wie sehr sie mich bis jetzt schon auf meinen weg gebracht und begleitet, bestärkt und gefordert hat – es tat mir gut zu spüren, wie gut dieser weg ist und wieviel freude, kraft und  neugier in mir ist, wächst und vorallem raus will, gestalten will.

ich stehe am anfang und fühle mich mitten drin!

aufleuchten

nachher ist immer das große aufräumen angesagt.

marktware muß sicher gelagert werden, das auspreis-und ich-mach-das-noch-schnell-fertig-chaos im arbeitszimmer muß eradiziert und die werkstatt entwässert, gelüftet und neu sortiert werden. und so kam es, daß ich die woll- und seidenfärbungen der letzten wochen endlich mal auf einen haufen räumte und ein aufleuchten ging durch den raum – endlich farbe in all dem regenherbstgrau, lust auf filzen regt sich schon wieder, obwohl ich mir eigentlich eine pause von mindestens drei tagen verordnet habe; außerdem kamen meine neuen karten und ich kriegte ich vor freude rote ohren…