Archive for the ‘Wollwickelei’ Category

frühjahrsmüde?

also, ich könnte gerade den ganzen tag (und nacht) schlafen….

und trotzdem juckts in den fingern und IM (nicht am) kopf – die abschlußarbeit für die filzschule will fertigerfunden sein, denn bald ruft der abgabetermin der fotos für den ausstellungskatalog – und wo kein exponat dort kein foto….ein paar kleine einblicke in meine arbeit :

mehr dazu, wenn ich fertig bin – und das sollte vor dem 9.mai sein….

wenn ich einen solch wichtigen termin im nacken habe, laufe ich oft zu kreativer hochform auf – nein, nicht die geforderte arbeit fertigzustellen, sondern eher im drang, schränke auszumisten, küchenleisten zu scheuern, dichtungen ewig tropfender hähne zu erneuern,…klassische übersprungshandlungen, die mich ehrlichgesagt aber wenig befrieden.

also greife ich doch zur wolle und fitzel vor mich hin – so fanden die eichelhütchen, die mir meine eltern im letzten herbst von einem spaziergang mitbrachten eine neue bestimmung – bäumchen-rüttel-dich im eichelbettchen, als kleiner eco-pin an bluse oder jacke zu tragen

sämtliche grüne wolle aus meiner kursrestekiste wurde kleinen frühlingsmädchen angezogen

und da ja auch schon wieder die veilchen blühen füllte ich auch dieses körbchen über die letzte woche wieder auf

frühjahrsmüde? woher bloß….

und wo wir gerade bei terminen sind: wer von euch gerne doch noch ein osterhasi filzen möchte – diesen freitag, 8.april 9.00-12.00 könnt ihr dies tun! meldet euch bitte bis donnerstag unter info@augentrost.info , 2 plätze wären noch zu vergeben!

edit: der kurs ist nun gut besetzt !

engelwerkstatt

es war ein richtiges engelwetter, dicke flauschige himmlische flocken deckten den hof unter eine weiche weiße decke, die laute der welt wurden leiser und in den herzen der kinder bereitete sich ein platz.

ist es kitschig, wenn ich sage dass diese zwei stunden auch mir das herz geöffnet haben?

auch, wenn ich wahrlich nicht zum ersten mal diesen kurs geleitet habe, diese engelchen bereits viele jahre auf dem (nicht vorhandenen) buckel haben, sie zum weihnachtlichen inventar gehören  –

dieses mal schienen sie sich mit den kindern verselbstständigt zu haben.

es wurde emsig, aber nicht hektisch gewickelt, geschnürt, gedreht, verflochten

es entstanden schneeflocken, wolken, wolkenvögel, engelbabies

und das alles im starken, feuerbewärmten schutz des uralten tonnengewölbes, während draußen der schnee fiel und fiel…

ehrliche begeisterung ist bei kindern nicht zu hören, sie ist vielmehr zu spüren – braucht oft nicht viele worte, dafür bewegung und lachen –

….als ob ein engel vorübergegangen ist, gerade eben.

alle jahre wieder

eine woche vor dem sickinger advent kommt es zu menschenaufläufen auf tisch und regal.

maria, josef und das kindelein treffen auf engel, hirten und schafe – man versammelt sich noch einmal, bevor alle getrennte wege gehen und ein bisschen weihnachtsvorfreude in verschiedenste häuser bringen werden.

weit draußen im meer…

ist das wasser so blau wie die blütenblätter der schönsten kornblume und so klar wie das reinste glas.

aber es ist dort sehr tief, tiefer als irgendein ankertau reicht,

viele kirchtürme müssten aufeinandergestellt werden um vom grunde bis über das wasser zu reichen.

dort unten wohnt das meervolk.

nun muß man nicht etwa glauben, daß dort nur der nackte sandboden sei;

nein, da wachsen die wundersamsten bäume und pflanzen, deren stiele und blätter so geschmeidig sind,

daß sie sich bei der geringsten bewegung des wassers rühren, als ob sie lebten.

alle fische, klein und groß, schlüpfen zwischen den zweigen hindurch

gerade wie hier oben die vögel in der luft.

an der  allertiefsten stelle liegt des meerkönigs schloß.

 auszug aus der geschichte „die kleine seejungfrau“ von hans-christian andersen

-wann hast du das zum letzten mal gelesen?-

kleiner sensationsfund

ich liebe die donau – sie birgt soviele schätze, und manchesmal gibt sie welche her.

sie stammen zwar nicht aus den wassern, aber an den uferbereichen, dort wo es verwunschen und verwachsen ist, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. neben moosmupfeln, astknöttelchen und erdgrawurschteln, die wir ja alle zu genüge kennen, gab es jetzt diese häuschen für mich – was für ein schatz!

wer weiß, wer da bald einziehen wird…