Posts Tagged ‘filzkurs’

krankes hasi

an alle, die heute gerne mit mir osterhasen gefilzt hätten – es tut mir sehr leid, dass ich den kurs so kurzfristig absagen musste – aber kranke hasis können sich noch nicht selber thymiantee mit möhrchenbrei machen…

ich möchte euch, die ihr euch so zahlreich angemeldet habt (und natürlich auch allen anderen ortsnahen und interessierten leserinnen) gerne einen ersatztermin anbieten – bitte kontaktiert mechtild oder mich per kommentar oder unter info@augentrost.info, auf dass wir einen passenden termin finden – vielleicht nächste woche?

euch wünsche ich auf jedenfall eine sonnige woche, den gesundheitszustand, diese auch draußen geniessen zu können und lauter fidele hasis.

sag hallo zu deinem vogel

noch feucht sind die schrägen vögel, die heute in der landvolkshochschule niederalteich entstanden sind. einen ganzen tag lang nahmen sich acht frauen zeit für ihren persönlichen vogel – den haben wir ja nun wirklich alle, und das ist nicht negativ aufzufassen! ob mit kleinen schnappschnäbelchen oder großem häherschnabel, ob auf tapsigen füßchen oder großen klauen, ob paradiesisch oder rabig, jede fand ihren ganz eigenen ausdruck in filz und farbe.

am ende eines arbeitsreichen und lustigen tages flatterten acht bunteste, wildeste filzvögel in verschiedene richtungen gen heimat – danke für den schönen kurs, ich war, wie so oft, begeistert, welche vielfalt sich entbreitete und wie das filzen menschen aus unterschiedlichsten zusammenhängen in ganz kurzer zeit zu einer stimmigen gruppe vereinen kann.

die idee zu diesem gestaltpädagogischen kurskonzept, welches sowohl für filzneulinge als auch für erfahrenere filzerInnen geeignet ist, erarbeitete ich für meine  hausarbeit für block3 meiner ausbildung an der filzschule. methodik wie auch didaktik sind teil meiner arbeit – und ganz nebenbei filzte ich ein kleines vogelheer, bei dessen gestaltung ich mich rein von ihren namen leiten ließ – hier eine kleine auswahl, erkennt ihr sie?

draufgekommen – ? ist ja auch nicht allzu schwer! seit dieser arbeit filze ich immer mal wieder einen neuen vogel

ich kann mich nicht sattfilzen an ihnen – meine innerer vogelwilder vogel ist einfach zu begeistert, als dass es bereits genug wäre….

filzmontag

 

wie bereits im vorjahr verbringe ich die montagvormittage in den deggendorfer werkstätten der lebenshilfe. diese bieten für die werkstattgängerInnen als zusätzliches angebot verschiedenste kurse an, wie z.b. schreiben, tanzen, trommeln oder eben auch filzen.

ich habe mich gefreut, als auch für dieses jahr die anfrage an mich kam, ob ich diese sechs vormittage übernehmen wolle. im letzten jahr hatten wir nämlich eine menge spaß, da flogen die filzbälle über den tisch oder hopsten die schatzdosen von einem zum anderen.

nach anfänglichen raum-und zeitverwirrungen am ersten tag (ich spreche allerdings nicht von wurmlöchern…) fanden wir uns dann doch noch zusammen und nutzten die verbliebene zeit eifrig, obwohl nur die hälfte der mann-/frauschaft erschien.

mittlerweile hat es sich jedoch eingependelt und auch heute habe ich wieder ein neues gesicht begrüßen dürfen – 8 teilnehmerInnen umfaßt die gruppe nun.

schön zu erleben, wie die erfahreneren den wollneulingen („ist das watte?“) mit rat und tat zur seite stehen – so entstand heute im größten neuschnee grade zum trotz ein kleiner blütenurwald in buntesten farben – na, auch schon frühlingssehnsucht?

gerne schreibe ich einen beitrag über unsere montags-filzprojekte  – wenn interesse besteht, lasst es mich via kommentar wissen – auch interessieren mich eure erfahrungen im bereich filzen in der arbeit mit menschen mit behinderung sehr. ich kann nur sagen : dieser montag hat mit viel spaß und lachen begonnen – die woche kann kommen!

wer hat die schönsten schäfchen

 

der letzte kurs dieses jahres ging recht beschaulich zur sache

schäfchen für die krippe, für den jahreszeitentisch oder auch zum spielen wurden in gemütlicher runde im gARTen hengersberg gefilzt.

umkleidet mit gotland-, wensleydale- oder mohairlocken wurden diese sehr liebenswert weich, wollig und wuschelig.

beim anblick dieser schäferei unnd speziell der kleinen lämmchen kam mir die geschichte „das hirtenbüblein“ in den sinn.

ein kleiner junge geht auf die suche nach seinem weißen lämmchen schneeweiß und trifft so manches tier und auch einen freundlichen zwerg, der ihm mit seiner laterne zur seite steht, bis schneeweiß endlich aus einem graben gerettet und wieder in die arme geschlossen werden kann.

wer also noch auf der suche nach einem geschenk für 2-5 jährige ist, kann mit diesem liebevoll illustrierten bilderbuch bestimmt so manches kleine und auch große herz erwärmen – und wenn ihr auch noch so ein kleines schneeweiß dazu fertigt, egal ob gefilzt, gestrickt, gehäkelt…ist die freude bestimmt noch um einiges grösser – es sind noch 9 tage, ihr habt also noch zeit!

zuckerstangen

herzen, äpfelchen…

alles, was rot ist und so richtig von weihnachten träumen läßt wurde heute in gemütlicher kursrunde  im gARTen hengersberg gefilzt. platz finden wird es an kränzen, gestecken oder sogar am weihnachtsbaum in der guten stube.

die ein oder andere wird es sich wohl vielleicht dreimal überlegen, ob diese herzensdinge tatsächlich als geschenk herhalten sollen – vielleicht für die freundin?

aber es muß schon die allerbeste sein…!

back home

die tage in der filzschule oberot waren wie jedesmal ein geschenk für mich – zeit, ruhe, inspiration, zuspruch und kritik, gespräche über gott und die welt, fachsimpeln über wollqualität, erwünschten schrumpf und oberflächenstrukturen, lachen und weinen, kaffee und caipi, und schokolade, schokolade, schokolade….

der letzte block meiner fortbildung ist nun beendet – jede arbeitete bereits an ihrem abschlußprojekt, das im juli 2011 auf der abschlußausstellung aller 4 klassen dieses jahrgangs seinen würdigen rahmen finden wird.

ganz deutlich zeigten sich dieses mal die unterschiedlichen wege und intentionen der einzelnen zum und im medium filz – oft wird in diesem zusammenhang das wort „unerschöpflich“ bemüht und auch ich möchte es für mich so greifen; wolle und filz lassen mich immer  immer neu legen, nässen, anfilzen, formen – eine form formt die nächste bereits in gedanken, ein gefilztes stück macht neugierig auf ein neues. ich liebe das gefühl der verschiedensten wollsorten in meinen händen, den geruch, das gefühl, mir dieses material bereits so vertraut gemacht zu haben.

an einem abend wie diesem, nach einem filzabend mit acht ganz unterschiedlichen frauen, bei dem es um die lust zur farbe für kalte winterabende ging, an dem die ein oder andere zum ersten mal wasser, wolle und seife miteinander in verbindung brachte und sich über das ergebnis freute, an dem sich ein netz vergnügter hingabe spann  – da bin ich glücklich

über diese fasern, die nicht nur sich, sondern auch menschen im tun miteinander verbinden.

herzlichst

an alle, die sich desöfteren hier zu wort melden

und an alle stillen leserInnen

an alle kursteilnehmerinnen der letzten jahre, die treuen und die neuen

an alle meine filzschwestern aus der filzschule, ob mitschülerin oder dozentin, die meinen weg begleiten

 – ich wünsche euch heute einfach mal herzlichst einen guten wochenendspurt, die aussicht auf ein schönes wochenende – ich freue mich auf ein wieder-sehen!

herbstfrüchte

heute fand der erste filzkurs des herbst-/winterprogramms im gARTen hengersberg statt.

wieder regten sich viele unermüdliche hände und filzten, rollten, wickelten, drehten oder wie das hier in niederbayern so nett heißt: „wutzelten“ herbstfrüchte aller arten.

das ziel, mit einfachen aber probaten gestaltungsmitteln zu einer naturnahen abbildung zu kommen hängt meiner meinung nach zu einem teil von der beobachtungsgabe, natürlich vom können in der praktischen umsetzung der gestaltungsidee, aber auch maßgeblich vom einsatz der richtigen wolle ab.

so tut es mir desöfteren leid, wenn teilnehmerinnen frustriert, ja fast ängstlich von ihren ersten filzbegegnungen erzählen, in denen ungeeignete und absolut überteuerte wolle aus bastelbeständen, zudem noch in homöopathischen dosen verkauft, zum einsatz kamen – mißerfolg vorprogrammiert.

deswegen kann ich nur allen anraten, die sich fürs filzen interessieren: laßt euch beraten, welche wollsorte und in etwa wieviel davon für euer vorhaben die geeignete ist, so daß mühe, schweiß und kreativität schlußendlich ein zufriedenstellendes ergebnis finden können – und laßt euch nicht von einem verunglückten versuch vom filzen abhalten, wenn es euch in den fingern juckt, denn:

 langer atem trägt schließlich (herbst-)früchte!

südflug

die bienen nutzen die regenpausen zur pollensuche und die stare sammeln sich langsam auf der hohen pappel am feldrand.

sie veranstalten einen ganz schönen radau, nur um mir immer noch mehr ins bewußtsein zu rufen, dass die zeit des südflugs für sie – und für mich die zeit der kalten morgenluft gekommen ist.

randolf würde wohl gerne mitfliegen, so sehnsüchtig wie er in den himmel schaut –

aber da er teil der vorbereitungen auf meinen kurs „sag hallo zu deinem vogel“ ist, muß er den winter wohl oder übel bei mir verbringen – zumindest socken hat er schon mal angelegt.