Passend zur Ausstellung im Stadtmuseum Deggendorf wird es auch bei uns am Sonntag, 15.11. von 10.00 bis ca. 13.00 KUNTERBUNT.
Wir verwandeln Wollfasern mithilfe von Seife, Wasser und der richtigen Technik in eine feine Hülle für ein Windlicht.
Ob bunt im Farbverlauf, strukturreich oder gemustert – in Schablonentechnik filzen wir ein Windlicht, welches warmes Leuchten an dunklen Abenden verbreitet. Eine kunterbunte Auswahl an Fasern sowie Gläser stehen zur Verfügung.
Auch BeginnerInnen im Filzhandwerk sind herzlich willkommen. Die Anmeldung ist ab sofort beim Stadtmuseum Deggendorf möglich. Ich freue mich aufs Kennenlernen ebenso wie aufs Wiedersehen!
Ganz frisch online sind nun die neuen Filzworkshops in der Filzwerkstatt Augentrost für die Zeit von September 2026 bis April 2027!
Hüpfe doch einfach mal auf die Seite „Filzkurse“ und lese dich durch. Ich würde mich freuen, dich in meiner Werkstatt zum filzen begrüßen zu können – ob altbekannt, lang verschollen oder ganz frisch!
Anmelden kannst du dich einfach und ganz formlos via Mail an info@augentrost.info – alle nötigen Infos sende ich dir dann persönlich zu.
Auch wenn der Sommer trocken ist – im Garten blühen unermüdlich meine Glockenblumen. Diese hatten mich früher im Jahr bereits zu diesem Windspiel inspiriert ( die detaillierte Anleitung findet sich in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Holunderelfe – Werbung wegen Markennennung)
Gar nicht schwer – oder? Allerdings wie bei jede Handarbeit liegt die Liebe im Detail. Denn nur wirklich fertig gefilzter Filz ist guter Filz ( meine Kursteilnehmerinnen wissen, wovon ich spreche…)
Und so braucht es auch bei diesem Stück – selbst wenn es aus einfachen Einzelformen besteht, Zeit, Ausdauer und das besagte Quentchen Liebe zum Handwerk, dass sich die Langlebigkeit und Stabilität unserer heimischen Wolle wirklich zeigen kann.
Wie so oft ist auch dieses Stück komplett aus österreichischer Bergschafwolle gefilzt – ein Hoch auf diesen nachwachsenden Rohstoff mit kurzen Wegen, auf die Vielseitigkeit und die Nachhaltigkeit dieser Wolle. Es sind die kleinen Klänge, die die Welt zum Schwingen bringen, auch wenn dieser Gedanke in den heutigen Zeiten romantisch wirkt….machst du mit?
Beim diesjährigen Thema des alljährlichen Feltswap der international feltmakers association „Geometry“ tat ich mir ehrlich gesagt unheimlich schwer – bis ich einfach meinen Kopf aus und meine Hände anschaltete.
Aus handgefärbten Merinowollen entstanden einfache und auch aufwändigere Vorfilze, die ich anschließend mit weiterer Wolle und einem Stück im Ecoprintverfahren hergestellten Stück Käseleinen verfilzte.
Passend zu einem frei interpretiertem Hirschkäfer bedruckte ich das Textilstück mit Eichenblättern aus dem Garten – nachdem der Käfer unverbrüchlich im Nunofilzverfahren darauf Platz genommen hatte waren diese nur noch schemenhaft zu erkennen – aber da.
Die weitere Gestaltung der Beine nahm ich mit der Filznadel vor.
Ja, ich hätte das gesamte Werkstück auch irgendwie mit der Filznadel fertigen können, doch mich reizte die Herausforderung, mich zu konzentrieren, die passende Materialzusammensetzung zu finden, mich zu üben und zu entschleunigen.
Zu planen und zuzulassen, dass und wie sich Faser um Faser, Schicht um Schicht miteinander verbinden.
Wahrscheinlich wird genau dieser Prozess selbst dem Thema „Geometry“ eher gerecht als das Endergebnis. Schließlich bin ich mit der Geometrie nie richtig warm geworden – weder mit der aktuellen Themenstellung noch mit dem Unterricht an der Schule.
Was mich damals als auch heute rettete waren schlicht Fleiß, Beharrlichkeit und ein gewisses Maß an Ignoranz…
Der Kurs Eulenweisheit, der im April in meiner Filzwerkstatt stattgefunden hat, seine Dynamik und die Ergebnisse haben mich sehr beeindruckt.
So freut es mich umso mehr, mit diesem leicht abgewandelten Konzept mal wieder zu einem Kurs bei Roswitha Lüer im Sinnbild Natur in Dietmannsried zu Gast sein zu dürfen – und zwar am Samstag, 7.11. 2026
Vielleicht nicht völlig naturgetreu, aber mit ihren charakteristischen Merkmalen und viel Liebe zum Detail entsteht in diesem Tagesworkshop deine ganz persönliche Eulenfigur. Aus naturfarbenen und gefärbten Fasern gestaltest du in Nadelfilztechnik eine ca. 20 cm große Eule – einzigartig und voller Ausdruck.
Neben verschiedenen kardierten Wollsorten stehen dir auch besondere Materialien wie wilde Locken sowie Fasern aus Alpaka, Seide, Leinen oder Flachs zur Verfügung. So kannst du deiner Eule Struktur, Persönlichkeit und einen ganz eigenen Charme verleihen.
Einen passenden Platz bekommt deine Eule natürlich auch: Ob auf einer Holzspule, einem Ast, in einem Kranz oder auf einem Stück Wald- oder Treibholz – du entscheidest, wo sie „landen“ darf. Eine Auswahl ist vorhanden, gerne kannst du aber auch einen eigenen Lieblingsplatz mitbringen.
Ergänzend zum kreativen Arbeiten erhältst du einen fachlichen Input zu heimischen Eulen. MonikaSchirutschke, Biologin des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz (LBV) gibt spannende Einblicke während unseres Tuns in die Welt dieser dämmerungsaktiven Tiere und vermittelt Wissenswertes über ihre Besonderheiten und Lebensweise. Ein super interessanter Impuls, Präparate werden mitgebracht und können als Vorlage für die eigene Eule dienen, Fragen können einfach während des Arbeitsprozesses zu den Besonderheiten dieser Tiere gestellt werden.
Und da es bei Roswitha im Sinnbild Natur immer so schön ist und sie zudem dort ganz neue Räumlichkeiten zum kreativen Schaffen eröffnet hat wird es sogar noch eine zweite Möglichkeit geben, das Gestalten mit Wollfasern und Filznadel ganz neu zu erlenen oder wieder zu entdecken.
Am Sonntag, 8.11. 2026 laden Roswitha und ich zum „Herbstzauber am Frühstückstisch“.
Starte gemütlich in den Tag und gönn dir eine kreative Auszeit: Bei diesem besonderen Workshop verbinden wir ein entspanntes Frühstück mit künstlerischem Gestalten in herbstlicher Atmosphäre.
In geselliger Runde – ideal auch als gemeinsame Zeit mit Freundinnen oder als liebevolles Geschenk – genießt ihr Kaffee, Tee und feine Frühstücksvariationen. Parallel dazu entsteht Schritt für Schritt ein stimmungsvolles Filzbild in Nadelfilztechnik: warme Farben, ruhige Naturmotive und die besondere Stimmung des Spätherbstes stehen dabei im Mittelpunkt.
Du widmest dich entweder einem vorbereiteten Motiv, variierst es oder „malst“ mit Filznadel und bunten Wollfasern ganz frei nach deinen Vorstellungen.
Verschiedene Farben, Fasern und textile Untergründe stehen zur Verfügung. Auch eine Auswahl an Stickrahmen steht dir für dein fertiges Bild zur Auswahl – gespannt und versäubert findet jedes Bild dann seinen würdigen Rahmen. Und nebenher gibt es dazu eine feine Frühstücksauswahl.
Übrigens: die Bilder hier dienen erstmal der Inspiration – die passenden Vorschläge für November wollen erst noch vorbereitet werden, mir schwebt da als Vorschlag aber durchaus auch etwas mit heimischen Singvögeln vor.
Naja, es ist ja noch Zeit bis dahin – Anmeldungen bei Sinnbild Natur sind jedoch bereits möglich und die ersten trudeln tatsächlich schon ein, denn was gibt es schöneres als einen guten Plan, einen oder sogar zwei gemütliche Filztage in kleiner, lustiger Runde zu verbringen, kulinarisch bestens um – und versorgt, während der Novemberwind an den Fensterläden rüttelt….
Heute ist er nun da, der Sommer. Und eben fielen mir Bilder dieser drei gefilzten Figuren in die Hand – bereits im Advent zogen sie aus der Werkstatt aus. Damals schien er soweit fort,
der Sommer
mit all seinem Duft nach Beeren und Blüten
nach Kräutern und Heu
mit seiner leuchtenden Farbenpracht an allen Ecken und Enden.
Und so zogen Walderdbeerchen, Wilder Thymian und Ringelblume ohne große Sentimentalitäten von dannen. Jetzt aber habe ich sie gerade fest im Herzen und im Moment grüßen sie mich alle drei, wenn ich durchs Fenster in den Garten schaue und scheinen mir zu zurufen:
Der Sommer ist da – nimm dir die Zeit zu staunen, zu genießen, zu entdecken….
Am Mittwoch, 10.6.2026 von 17.00 – 20.00 findet ein Sommergelichterlaunekurs im Museum Nawareum in Straubing statt.
Aus heimischen Wollen filzen wir an diesem Abend zarte Windlichter – seht ihr die zauberhaft feinen Grannen, die die Hülle umspielen? Vielleicht errät die eine oder andere die Wollsorte – feine Merino und Bergschaf sind schon mal raus: Bergschaf wäre zwar natürlich möglich, ist es dieses Mal aber nicht, da es mir für die Transparenz zu wenig gelockt ist und feine Merino schließt hierfür zu dicht und sauber ab… außerdem sprach ich ja von heimischen Wollen mit möglichst kurzen Wegen…
Ich mag diese schlichten Lichter, denn sie spenden nicht nur stimmungsvolles Licht an lauen Abenden sondern stehlen mit ihrem Abschluss aus heimischen Schurwollen selbst der Nachbarschaftsherde die Schau. Ihr konzentriert euch also nicht nur auf eine feine Auslage sondern lernt auch, auf was ihr achten müsst, dass die Löckchen zwar stabil eingearbeitet sind aber ihre Struktur auch nach dem Nassfilzen so duftig erhalten bleibt.
Anmeldung wie immer direkt beim Nawareum, noch gibt es einige freie Plätze.
Diese Hüllen ( im Inneren befindet sich ein Einmachglas – ja, natürlich sind wir wie bei den verwendeten Wollen auch hier nachhaltig unterwegs) werden im gesamten Prozess nass gefilzt – bitte bringt euch dazu ein Handtuch und gerne auch ein Stück Seife eurer Wahl mit. Geeignete Wolle und passende Gläser stehen euch im Kurs natürlich zur Verfügung.
Bereits im Februar trafen sich sechs Frauen bei mir in der Werkstatt, um ihre ganz eigene Waldgeschichte zu filzen. Für zwei Tage tauchten wir ein in die Faserarbeit – sowohl ins Nass- als auch ins Nadelfilzen.
Mit starken, naturfarbenen, heimischen Wollen widmeten wir uns am ersten Tag ganz unserem Geschichtenbaum mit all seinen Wurzeln, Astlöchern und Rindenstrukturen. Auch eine Höhle im hohlen Stamm durfte nicht fehlen – und so loteten wir neben der individuellen Gestaltungsfreiheit, die uns selbst eine gemeinsame Schablonenform zugesteht, Farben und Formen der jeweiligen Baumrinden aus. Das alles geschah mit Wasser und Seife – es wurden Fasern gelegt, Einzelteile vorbereitet und vorgefilzt und anschließend alles stabil miteinander verbunden, verfilzt, gewalkt und ausgeformt.
So endete der erste Filztag mit einem Blick in den entstandenen Wald in all seiner Unterschiedlichkeit und Diversität. Eine lernte von der anderen und bereits jetzt stand für einige bereits der Plan für einen weiteren Baum fest.
Am zweiten Filztag widmeten wir uns ganz den BewohnerInnen unserer Bäume.
Ausgehend von einer einfachen Grundform erforschten wir die Möglichkeiten der einfachen Tiergestaltung – immer in Hinblick und der Abwägung auf den zukünftigen Einsatzzweck.
Verschiedene Fasern boten hier ganz verschiedene Ansätze und Möglichkeiten.
Und: es ist immer gut zu erproben und zu prüfen, welches Material/ welche Wollsorte für welches Projekt in welcher Technik für welchen Zweck dienlich und brauchbar ist. Ich wage zu behaupten, dass an diesem zweiten Filztag viel Raum und viel Energie zum Ausprobieren, Lernen und Einüben war. Viele verschiedene Vögel und Waldtiere wurden nach einem ersten Impuls und mit meiner Begleitung genadelt und alles bezog nach und nach den Geschichtenbaum.
Die Ergebnisse, die am Ende der zwei Tage in alle Himmelsrichtungen abreisten – ob in Kindergärten, Schulklassen, Familien oder Praxen waren wahrlich aufsehenerregend…
Jedes Werk trug seine ganz eigene Handschrift und ich war am Ende dieses Tages eine sehr glückliche Filzerin….
Diesen Kurs werde ich im nächsten Werkstattjahr erneut anbieten
– schreibe mir gerne eine Nachricht nach info@augentrost.info, wenn ich dich vorab über den neuen Termin ( 2-tägig) informieren soll sobald dieser feststeht. Denn tatsächlich war dieser Kurs der erste, der sehr schnell ausgebucht war und es gibt bereits eine Interessentinnenliste, auf die ich dich gerne aufnehme.