Filzfrühling

Spürst du ihn schon?

Den Frühling?

Nach der dunklen Zeit ist die Luft lau und die Tage werden immer länger

Die letzten Schneeglöckchen verblühen – nur noch ihre üppigen Blätter erzählen von den Tagen, da sie die einzigen blühenden Vorboten waren.

Die Werkstattzeit war im ( nicht mehr neuen) Jahr angefüllt mit verschiedensten Arbeiten. So entstanden bereits fünf Anleitungen für verschiedene Auftraggeberinnen.

Aufträge und neue Ideen wurden fertig gestellt und weitergedacht

Und eine Vielfalt an Kursen hat seit Januar bereits in meiner Werkstatt oder bei anderen Trägern stattgefunden – die Ergebnisse sind wie immer einfach schön und verdienen einen eigenen Beitrag, den ich bald verfassen werde.

Zudem ist ein jahresbegleitendes Projekt mit meiner geschätzten Kollegin und Freundin Ingrid Modlmayr/Spunkwerk entstanden – über dieses werde ich die Tage berichten.

Auch habe ich es endlich mal geschafft, die Tauschbar im Nawareum Straubing zu besuchen. Diese findet immer jeden ersten Donnerstag im Monat zu verschiedenen Themen statt – letzte Woche wurden Werkzeuge, DIY- und Handarbeitsmaterial getauscht.

Ich brachte dazu nicht nur eine gut gefüllte Kiste mit für mich nicht wirklich brauchbaren Materialien mit sondern war beglückt, mit einigen Kleinigkeiten beschenkt den Rückweg antreten zu können. Aus diversen dieser Schätzen ist bereits Brauchbares entstanden. Ja, tatsächlich in guter alter Bastelmanier, in Serviettentechnik, verzierte ich zwei Jakobsmuschelschalen, Farbverlaufswollreste und Verschluß wurden zu einem netten Täschchen. Hohle verschiedenfarbige Stricknadeln werden demnächst zu Armbändern, die zum Schluß einsam übrig gebliebenen Dekokiesel werde ich in Türstopper einarbeiten. Ein verknittertes französisches Stickvorlagenheft von 1952 wird ein wirklich schöner Einband für mein neues Werkstattbuch werden, ein senfgelbes Wollstickgarn auf diversen Figurenkleidchen Platz nehmen und ein Flachszopf wird mich zum nächsten Figurenkurs begleiten.

Jetzt werde ich mich an die nächste Anleitung setzen – teaser: da wird es sommerlich werden. Bis zum Wochenende ist noch einiges zu tun. Ausserdem ich freue mich schon auf den Tageskurs am Samstag in der LVHS Niederalteich, wo es frühlingshaft wird und auch die Jubiläumsveranstaltung im Nawareum, wo ich am Sonntag einen Karöttchenanhänger -to-go-mini -workshop ( keine Anmeldung nötig, aber eine Eintrittskarte fürs Museum) ganz ohne Wasser oder Filznadel anbiete. Nähere Infos zum Jubiläumswochenende hatte ich euch im letzten Beitrag verlinkt.

Bevor ich aber nahtlos von Blogeintrag zum Anleitung schreiben rase werde ich ein paar Schritte durch den Wald machen und ein bisschen horchen….es lohnt sich

Filzwerkstatt Augentrost unterwegs im März

Nicht nur hier in meiner Werkstatt – auch an einigen anderen Orten finden im März Filzveranstaltungen unter meiner Leitung statt.

Hier die neuesten Infos in kalendarischer Reihenfolge:

Am Dienstag, 3. März filzen wir von 17.00 – 20.00 einen bunten Hühnerkorb im Nawareum in Straubing

Anmeldung und mehr Infos findet ihr im Veranstaltungskalender des Nawareums

Am Samstag, 7. März filzen wieder von 10.00 – 13.00 im Museum – dieses Mal im Stadtmuseum Deggendorf.

Im Begleitprogramm zur Ausstellung Kunterbunt werden auch wir frühlingshaft kunterbunt.

Gerade für Neulinge im Filzhandwerk bieten diese nass gefilzten Blüten eine Menge Aha – Effekte. Bereits Erfahrene können sich treiben lassen in Farben und Formen – und versprochen: es wird richtig bunt werden!

Anmeldungen werden HIER entgegen genommen

Am Samstag, 14. März lädt die LVHS Niederalteich von 9.00 – 17.00 zum Filztag ein:

Vormittags filzen wir eine Erdenhöhle in Nassfilztechnik, am Nachmittag widmen wir uns in Nadelfilztechnik den sprießenden Bewohnern – ein Tag, um in beide Filztechniken zu schnuppern und diese auch zu verbinden.

Anmeldung und mehr Information findet sich HIER bei der Landvolkshochschule Niederalteich

Einen Tag später, am Sonntag, 15. März findet ihr mich wieder im Nawareum. Dort wird nämlich gefeiert!

Neben vielen tollen Angeboten könnt ihr bei mir quasi im Vorbeiflanieren eine Wollwinzigkeit für eure Osterdeko wickeln. Zwischen 11.00 und 15.00 habt ihr dazu die Möglichkeit – das ganze Programm findet ihr HIER

Die beiden Werkstattkurse Erdengefäß und Frauengestalten ( beide ausgebucht) machen den Monat März zu einem sehr regen Kursmonat. Ich freue mich auf viele Begegnungen und viel Faserfreuden.

Im Innen und im Außen

Die Werkstatt in eine bunte Farbenpracht voller Wolle, Seide, Fasern anderer Arten und sonstiger vielfältiger Materialien zu verwandeln war Ingrids und meine geliebte Aufgabe am Vorabend unseres gemeinsamen Tageskurs „Filzgefäß“.

Nach einer kurzen Einführung in Material und Technik und einem tiefen Griff in unsere Probenkisten war bereits zu spüren, wie die Gestaltungslust innerhalb der Gruppe zu brummen anfing. Nun ging es daran, die ersten Entscheidungen zu treffen, was farbliche aber auch technische Gestaltung wie z.B. Vorbereitung für Reservierungen betraf.

So vielfältig wie die Materialauswahl waren auch die Ideen der Teilnehmerinnen und in der Folge auch ihre gefilzten Gefäße.

Schwelgend in Fasern und Formen gestaltete jede innen, außen und ja – auch manche ein dazwischen.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause ging es bald schon ans weitere Ausgestalten und manches Gefäß änderte nochmal seine Gestalt – unversehens.

Anfängerinnen im Filzhandwerk wie Geübte – sie alle bildeten für diesen Tag eine Gemeinschaft der Gestaltenden an meinen Tischen, begleitet von Ingrid Modlmayr, Filzgestalterin und Kunsttherapeutin ( Erlangen) und von mir.

Am Ende des Tages stand, wie so oft, der Stolz aufs Geschaffene, die begeisterte Würdigung der anderen Werke und eine bunte Runde an Gefäßen, denen allen die gleiche, schlichte Schablone zugrunde lag.

Im Innen und im Außen – jedes Gefäß zeigt beide Ansichten. Mag sein, dass das ein oder andere Gespräch im Raum auch mal vom Innen erzählt hat oder warum gerade diese Farbe oder Textur eine Rolle spielen darf. Das alles hatte Platz – aber nichts musste zwangsläufig formuliert werden. Was von Grund auf verband war das gemeinsame Wolle legen, das Entscheidungen treffen, das sanfte Anfilzen, das kraftvolle Walken und das beherzte und flexible Form finden, die schaffende Gemeinschaft mit dem Ohr und immer einem gutem Wort für die andere.

So tragt nur euer Gefäß mit Stolz und findet den richtigen Platz in eurem Zuhause – es birgt soviel.

Wir danken euch.

Filzkurs: Im Innen und im Außen

In knapp 2 Wochen findet in meiner Werkstatt ein besonderer Kurs statt. Diesen möchte ich euch hier nochmals vorstellen –

denn kurzfristig sind nun gerade 2 Plätze frei geworden – vielleicht für dich? neu vergeben

Samstag, 17.1.2026

10.00 – 17.00

95,-€ inkl. vegetarischem Mittagsimbiss

zzgl. 10,-€ Materialpauschale

Filzgefäß – Im Außen und im Innen

Dieser Kurs ist geeignet sowohl für Filzanfängerinnen als auch Geübte, die sich ganz in Wolle und Tun fallen lassen und ihrer Gestaltungslust Ausdruck verleihen möchten.

Begleitet durch Ingrid Modlmayr ( Erlangen), Filzgestalterin und Kunsttherapeutin und Delia Grimm, Filzgestalterin und Sozialpädagogin

Was ist in mir geborgen, was erfüllt mich, welche Bilder und Farben formen, stabilisieren, tragen mich, was ist sichtbar, was eher nicht ?

Diesen Impulsfragen wollen wir an diesem Tag in Ruhe nachgehen, ohne sie zwangsläufig formulieren oder austauschen zu müssen.

Im Gestalten und Filzen eines größeren Gefäßes ( Auslegemaß ca. 30-40cm im Durchmesser) nähern wir uns durch die Auswahl von Farben und Strukturen und später durch die Formgebung dem Thema. Wir werden uns vom vielfältigen Angebot an Fasern aber auch an vielerlei anderen Materialien ebenso wie von inneren Bildern, Techniken wie Nunofilz oder Reservierungstechniken leiten lassen. Wir nutzen Schere, Nadel und Faden oder malen einfach nur Farben und Formen in Wolle und verorten uns einen Tag lang in Filz.

Was dann noch geteilt werden möchte, bekommt Raum.

Ganz absichtlich zeige ich hier kein fertiges Gefäß –

jede wird sich durch ihre Neugier, unser vielfältiges Material- und Technikprobenangebot, unsere Begleitung und letztendlich durch ihre Tagesstimmung leiten lassen.

Wir freuen uns.

Schlüssel zum Glück

Alles Gute und viel Glück für das Neue Jahr 2026 –

vielleicht passt ja einer…..

Weihnachten zu

Nun ist meine Werkstatt in der Weihnachtszeit angekommen

Von Herzen sende ich höchst adventliche Grüße

aus meiner kleinen Filzwelt.

Eben habe ich zwei neue Kursangebote eingepflegt – es werden in absehbarer Zeit noch einige andere dazu kommen. Auch in einigen (wenigen) Werkstattkursen findet sich noch ein Plätzchen – vielleicht als last-minute-Geschenk für die beste Freundin…?

Ich jedenfalls freue mich auf ein Kennenlernen oder ein Wiedersehen im nächsten Jahr 2026

Ob beim Nass- oder beim Nadelfilzen, ob in meiner Filzwerkstatt Augentrost oder bei einem anderen Träger ( alle Angebote finden sich laufend aktualisiert rechts) – ob als Filzneuling oder altes Häschen….

Gestaltung in jeder Form hat immer etwas heilsames Stärkendes – wir sehen uns!

Filzfortbildung am Seminartag

Intensive Stunden in der Wolle verbrachten 14 Fachlehrerinnen für Werken und Gestalten diesen Herbst in meiner Filzwerkstatt Augentrost.

Am Vormittag widmeten wir uns der Materialkunde, der Arbeitsplatzeinrichtung und der Technik des Nassfilzens über eine Schablone.

Passend zu den stabil nahtlos gefilzten Apfelhäuschen entstanden am Nachmittag dann die felligen Bewohnerinnen.

Ganz nebenbei füllte sich ein um die andere Seite im persönlichen Filzerfahrungslogbuch – Nadelstärken, Wollfeinheit, Wollsorten, Auslegetechnik, Oberflächenfinish und auch Umsetzungsideen für die Klassen.

Ich weiß dank eurer Rückmeldungen, dass euch dieser Tag dem Filzhandwerk, welches ja nur ein Bestandteil eurer Arbeit ist, wieder ein Stück näher gebracht hat, was mich ungemein freut.

Schön war es – danke für euer Interesse und das gemeinsame Filzen hier über den Dächern von Deggendorf.

Herbstleuchten

Jetzt, wo die Blätter fallen und fallen und die Sicht durch die Nebelschwaden oft tagelang getrübt ist

fallen mir immer noch die satten Rottöne der Hagebutten ins Auge

und dieser kleine Farbklecks genügt, den Herbst zum Leuchten zu bringen….

Diese kleine Herbstleuchtenfigur ist aus Bergschafwolle nadelgefilzt, ihre Kleidung ist nassgefilzt. Das Kleidchen ist zudem mit Johanniskraut gefärbt und anschließend bestickt.

Herbstlicher Filzabend im Nawareum Straubing

An diesem Abend wurde mir mal wieder bewusst, wieviel Gestaltungsraum eine ( zumindest für mich) sehr überschaubare Filzfläche bietet. Acht Frauen, fünf davon mit wenig bis keiner Filzerfahrung, widmeten sich 3 Stunden lang den Basics des Nassfilzens – der Fläche.

Von der Farbauswahl über die richtige Auslegetechnik, vom Gestalten des Motivs oder von Abfärbungen, vom Nässen und Anfilzen hin zur Form- und Walkarbeit…

alle diese Schritte bieten viel Lern-, Experimentier- und Erfahrungsraum, auch für geübtere Filzerinnen.

Zudem sollte die entstehende Fläche rund werden – manche LeserInnen kennen die Aufgabe…

Auch wenn – oder besser gesagt: gerade wenn dann etwas nicht nach Vorstellung läuft, einzelne Fasern andere Wege gehen, Pläne umgedacht oder angepasst werden oder letztendlich doch ein Weg gefunden wird, das Traummotiv exakt nach Vorstellung umzusetzen….die Fasern fordern ihre Aufmerksamkeit…

Danke für die bunte Reise und die erneute Einladung in die sehr inspirierende Atmosphäre des Nawareums in Straubing – Filztermine für 2026 sind bereits in Planung.

Die Geschichte vom Rübchen

Ein Mann hat ins Beet ein Rübchen gesät

schaut jeden Tag nach, wie`s dem Rübchen so geht…

Dass das mit der dann anstehenden Ernte gar nicht so einfach wird, davon erzählt dieses Märchen – und auch von Tatkraft, Zusammenarbeit und Ausdauer.

Denn nur, wenn alle zusammenhelfen kommt man letztendlich zum Ziel – und zum leckeren Rübchen.

Und auch, wenn in der Originalgeschichte gar nicht vorkommt, dass auf einmal das Kätzchen verschwunden war, weil es vom Kirschbaum aus die schöne Aussicht genießen wollte, passierte genau das ganz unvermutet auf meinem Tisch, bevor die Figuren auf den Weg in eine Kindertagesstätte gehen durften…

Doch die Aussicht auf Kuscheln und einen wohlgefüllten Teller lockte das Kätzchen dann doch recht rasch in die liebenden Arme des Enkelchen –

Und so endet auch diese so alltägliche Geschichte gut – und darf nun in Zukunft hoffentlich noch oft erzählt werden.