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Filzkurse im September – Rückschau

Der September startete für mich mit einer wunderbaren Fortbildung – dazu schreibe ich demnächst mehr, denn die Tage verdienen einen eigenen Beitrag. Um euch aber auf dem Laufenden zu halten, was in den letzten zwei Wochen sonst so an meinen Filztischen entstanden ist kommt hier eine kleine Kursrückschau auf den September.

Eine Kolleginnentruppe durfte ich für einen Gruppenfilzabend willkommen heißen. Fast alle hatten vom Filzen soviel Ahnung wie ich vom Schreinern ( also relativ gleich 0). Die entstandenen zartbunten Windlichter waren die Mühe und Sorgfalt definitiv wert und wieder durfte ich Zeugin eines Gesprächs sein – „Jetzt ist mir klar, warum die Filzsachen auf dem Markt immer so teuer sind….also, eigentlich müssten sie ja noch mehr kosten…“ Ehrlich: diese Erkenntnis freut mich genau so sehr wie die Tatsache, dass alle nun wissen, worauf es beim Hohlform filzen generell ankommt und: Übung macht die Meisterin…

Übrigens: einen weiteren Windlichtkurs biete ich im November im Stadtmuseum an – schaut mal in den vorangegangen Beitrag.

Ein paar Tage später wurde es vogelwild beim Etui „Vogel to go“. Ich mag diese einfachen Silhouettenschablonen sehr gerne, bieten sie doch allerlei Gestaltungsfreiraum, ob naturgetreu oder vogelbunt…

Eine gute Woche später war ich dann mal wieder im Nawareum Straubing zu Gast. Auch hier beschäftigten wir uns mit Hohlformfilz in Form einer kleinen „Tasche in der Tasche“.

Auch an diesem Abend durfte ich viele Anfängerinnen im Filzhandwerk begrüßen und nach einer gut dreistündigen Arbeitsphase waren diese qualitativ hochwertigen und völlig unterschiedlichen Ergebnisse zu bestaunen ( R. – leider habe ich von deiner Tasche irgendwie kein Einzelfoto…vielleicht holen wir das ja mal nach!)

Auch ich werde wahrscheinlich noch die ein oder andere Rotkehlchentasche für den Advent herstellen.

Ich werde in diesem Jahr am ersten Adventswochenende wieder auf dem Zeughausmarkt auf der Lindauer Insel mit dabei sein können

Und: Ich freue mich schon!

Filzkurs Lichterfarbenschimmer

Passend zur Ausstellung im Stadtmuseum Deggendorf wird es auch bei uns am Sonntag, 15.11. von 10.00 bis ca. 13.00 KUNTERBUNT.

Wir verwandeln Wollfasern mithilfe von Seife, Wasser und der richtigen Technik in eine feine Hülle für ein Windlicht.

Ob bunt im Farbverlauf, strukturreich oder gemustert – in Schablonentechnik filzen wir ein Windlicht, welches warmes Leuchten an dunklen Abenden verbreitet. Eine kunterbunte Auswahl an Fasern sowie Gläser stehen zur Verfügung.

Auch BeginnerInnen im Filzhandwerk sind herzlich willkommen. Die Anmeldung ist ab sofort beim Stadtmuseum Deggendorf möglich. Ich freue mich aufs Kennenlernen ebenso wie aufs Wiedersehen!

Unter der alten Eiche

Kleine Aufgabe für deine nächste Waldzeit:

Setz dich unter eine alte Eiche und schau dich um. Entdecke Spuren, die dir eine Geschichte erzählen – wenn du es zulässt.

Waldgeschichten

Bereits im Februar trafen sich sechs Frauen bei mir in der Werkstatt, um ihre ganz eigene Waldgeschichte zu filzen. Für zwei Tage tauchten wir ein in die Faserarbeit – sowohl ins Nass- als auch ins Nadelfilzen.

Mit starken, naturfarbenen, heimischen Wollen widmeten wir uns am ersten Tag ganz unserem Geschichtenbaum mit all seinen Wurzeln, Astlöchern und Rindenstrukturen. Auch eine Höhle im hohlen Stamm durfte nicht fehlen – und so loteten wir neben der individuellen Gestaltungsfreiheit, die uns selbst eine gemeinsame Schablonenform zugesteht, Farben und Formen der jeweiligen Baumrinden aus. Das alles geschah mit Wasser und Seife – es wurden Fasern gelegt, Einzelteile vorbereitet und vorgefilzt und anschließend alles stabil miteinander verbunden, verfilzt, gewalkt und ausgeformt.

So endete der erste Filztag mit einem Blick in den entstandenen Wald in all seiner Unterschiedlichkeit und Diversität. Eine lernte von der anderen und bereits jetzt stand für einige bereits der Plan für einen weiteren Baum fest.

Am zweiten Filztag widmeten wir uns ganz den BewohnerInnen unserer Bäume.

Ausgehend von einer einfachen Grundform erforschten wir die Möglichkeiten der einfachen Tiergestaltung – immer in Hinblick und der Abwägung auf den zukünftigen Einsatzzweck.

Verschiedene Fasern boten hier ganz verschiedene Ansätze und Möglichkeiten.

Und: es ist immer gut zu erproben und zu prüfen, welches Material/ welche Wollsorte für welches Projekt in welcher Technik für welchen Zweck dienlich und brauchbar ist. Ich wage zu behaupten, dass an diesem zweiten Filztag viel Raum und viel Energie zum Ausprobieren, Lernen und Einüben war. Viele verschiedene Vögel und Waldtiere wurden nach einem ersten Impuls und mit meiner Begleitung genadelt und alles bezog nach und nach den Geschichtenbaum.

Die Ergebnisse, die am Ende der zwei Tage in alle Himmelsrichtungen abreisten – ob in Kindergärten, Schulklassen, Familien oder Praxen waren wahrlich aufsehenerregend…

Jedes Werk trug seine ganz eigene Handschrift und ich war am Ende dieses Tages eine sehr glückliche Filzerin….

Diesen Kurs werde ich im nächsten Werkstattjahr erneut anbieten

– schreibe mir gerne eine Nachricht nach info@augentrost.info, wenn ich dich vorab über den neuen Termin ( 2-tägig) informieren soll sobald dieser feststeht. Denn tatsächlich war dieser Kurs der erste, der sehr schnell ausgebucht war und es gibt bereits eine Interessentinnenliste, auf die ich dich gerne aufnehme.

Neue Kurse 2025/26

Das neue Werkstattprogramm 2025/26 ist für dich vorbereitet – alle Kurse und Infos findest du hier.

Anmelden kannst du dich per Mail unter info@augentrost.info.

Ich freue mich auf ein neues buntes Kursjahr in meiner Filzwerkstatt Augentrost – ab Herbst dann gemeinsam am Filztisch.

Zur Mitte kommen

Habe heute tatsächlich eine Strickjacke und warme Socken angezogen, um hier am Rechner nicht zu frieren. Gibt das Wetter etwa einen kleinen und auch nassen Ausblick auf den Herbst? Da mache ich doch gleich mit!

Am Dienstag, 30.9. werde ich wieder zum Kurs im Nawareum Straubing zu Gast sein.

Unter der Überschrift “ Zur Mitte kommen“ wollen wir die Zeit von 17.00 – 20.00 nutzen, um uns den Grundlagen des Flächen filzen zu nähern.

An diesem Abend wird im klassischen Nassfilzverfahren eine gleichmäßig runde Fläche ausgelegt, gefilzt und gewalkt. Das Fertigmaß des individuell gestalteten Werkstücks beträgt im Durchmesser am Ende des Abends ca. 25 cm.

Ob dieser Untersetzer künftig den Tisch schmücken, Vase oder Teekanne den Platz weisen oder als Spielfläche für diverse Figuren eingesetzt wird, bleibt ganz der Phantasie der einzelnen Filzerin überlassen. Ich habe in Erwartung der Erntezeit bereits einige Fruchtmotive in Wolle gefasst – nur als Beispiel und zur Inspiration, denn möglich ist nahezu alles.

Dieses Angebot ist als erster Einstieg ins Filzhandwerk wunderbar geeignet, aber auch bereits Filzkundige können sich in der Flächengestaltung jedes Mal neu finden. Da dieses Projekt zwei zu gestaltende Seiten hat schlage ich sowohl ein persönliches Motiv als auch eine Farbverlaufsgestaltung vor.

Kursreise an die Ostsee

Auf Einladung der Naturschule in-natura verbrachte ich im Juli eine Woche im Raum Wismar. Im Abschlussmodul zur Ausbildung zum zertifizierten/r NaturpädagogIn für Ganzheitliche Naturbildung filzte ich an zwei Nachmittagen im Gutshof Friedrichswalde mit den Teilnehmenden ihre ganz eigene Figur.

Einige Teilnehmende filzten diese passend zu ihrem Jahresthema und beim Arbeiten einer Brennnesselfrau über Frau Holle bis zu Löwenzahn und anderer persönlicher Gestalten vergingen die Stunden wie im Flug.

Da bis zu den nächsten Kursen zwei Tage Zeit blieben erkundete ich ein bisschen die Küstenumgebung. Auch wenn ich dieses Jahr bereits zum 3. Mal als Referentin zu Gast in Mecklenburg- Vorpommern war hatte ich erst dieses Mal wirklich Zeit, um z.B. Rostock, Warnemünde, Nienhagen oder Heiligendamm zu besuchen und auch zu genießen.

Sowohl Samstag als auch Sonntag durfte ich je eine Gruppe im Tageskurs „Gestalt geben“ begleiten – diese fanden total idyllisch am Waldrand in einem ganz neu erschlossenen Werkraum an der Schafweide statt.

Innerhalb von 7 Stunden bauten und filzten die insgesamt 16 Teilnehmerinnen an ihrer ganz persönlichen Figur aus Wolle und Draht. Meist darf diese sie nun im Anschluss bei ihrer Arbeit als Lehrerin, Erzieherin und/oder Naturpädagogin begleiten.

Nicht nur Filzgeübte, auch Anfängerinnen im Filzhandwerk kamen zu beeindruckenden Ergebnissen – voller Gestaltungsliebe, handwerklich überlegt ausgearbeitet und mit ganz persönlichem Bezug zum eigenen Thema.

Ich denke, es kann noch lange, sehr lange Zeit dauern, bis ich müde werde, euch in eurer Filzreise zu begleiten – schon sehr bald werdet ihr das neue Kursprogramm hier finden. Figurenfilz, kleine und größere Nassfilzprojekte werde ich anbieten – und ein neues Format, den Feierabendfilz – für alle, die meine Werkstatt gerne mal auf ein kleines, feines, zeitlich kürzeres und nicht zu forderndes Feierabendfilzchen kennenlernen oder natürlich auch wiedersehen wollen.

Kurs Frühlingserwachen bei SinnBild Natur

Der Monat März führte mich unter anderem auch ins Allgäu. Hier war ich von Roswitha Lüer eingeladen, in den liebevoll ausgebauten Räumen von SinnBild Natur in Dietmannsried meinen Filzkurs “ Frühlingserwachen“ zu leiten – und so allerlei Frühlingshaftes entstand an diesem intensiven und harmonischen Kurstag.

Vormittags filzten die Teilnehmerinnen ihre ganz eigene Erdenhöhle – verschiedenste Wollen und andere Fasern standen für kleine Materialexperimente im Nassfilzen bereit.

Variationen aus einer Form führten zu verschiedenen Ausführungen – und die von Roswitha so aufwendig und liebevoll vorbereiteten Snacks und Kuchen konnten nach dem leckeren Essen in der Mittagspause nun endlich gebührend gekostet und genossen werden.

Nachmittags gingen wir nun zum Nadelfilzteil des Kurstags über. Nach kurzer Einführung in die Technik bestückt mit einigen Hinweisen zum Figurenbau aus Wolle arbeiteten die Teilnehmerinnen an kleinen BewohnerInnen für ihre Erdenhöhle.

Gegen Abend hieß es dann Abschied nehmen – in verschiedene Himmelsrichtungen und Orte ging die oftmals recht lange Reise zurück. Nicht allein, denn im Gepäck dabei das ganz eigene Frühlingserwachen, fürs Zuhause, für die Werkstatt oder für die Arbeit in Kindergarten oder naturpädagogischer Gruppenarbeit.

Wenn auch im letzten Bild nicht mehr alle Zwiebelchen präsent waren – im Herzen waren sie dabei.

Danke liebe Roswitha für die Einladung und deine umfassende Bekümmerung. Es war mir eine Ehre und Freude.

Danke liebe Teilnehmerinnen für euer Schaffen, für den Austausch und die Freude, Offenheit und gemeinsame Energie am Filztisch. Es war mir eine Freude und ein Fest.

Kursrückschau

Eine kleine Kursretrospektive – vom kraftforderndem Walken bis zum feinen Gestalten mit der Nadel war in der ersten Hälfte des Jahres 2025 alles dabei.

Dicke durchgefilzte Kissensitze in traditioneller Nassfilztechnik entstanden im März in der Landvolkshochschule Niederalteich. Hier durfte ich eine Gruppe Filzanfängerinnen in die verschiedenen Schritte der handwerklichen Filzgestaltung einführen.

In der Werkstatt ging es dann weiter – an mehreren Abenden purzelten klassische und phantasievoll bebaute Filztürstopper auf die Werktische.

Hier verbanden wir Funktion mit Form – denn was ist schöner, als ein stabiles Filzstück, welches die nächsten Jahre ganz pragmatisch genutzt werden kann?? Wenig…..

Im Kursabend Glockenblümchen filzten die Teilnehmerinnen Blüten in Schablonentechnik

Verfilzt wurden verschiedenste Farbkombination – natürlich unter Verwendung glockenblümchentauglicher Wollsorten. Wie so oft passte immer eins zum anderen – der Melierungseffekt beim Verschränken der Fasern durch den Filzprozess macht es möglich, zudem gibt es einige Techniken, die Farbverläufe richtig leuchten lassen ( daran, euch das näher zu bringen arbeite ich gerade fürs neue Kursprogramm).

Auch im Nawareum, dem Mitmach- Museum in Straubing wurde es bunt:

Gefäße in verschiedensten Farbkombinationen verließen nach 3 Stunden die Museumsräume – in der richtigen Kombination von Auslegemaß und Materialaufwand, sorgfältig gelegt und kraftvoll bis zum Ende gewalkt werden sie den Teilnehmerinnen bestimmt lange Freude bringen.

Zudem wurde auch hier in Schablonentechnik gearbeitet. Diese einmal verstanden und eingeübt öffnet viele Türen in der dreidimensionalen Gestaltung mit Filz.

Der nächste Kursabend im Nawareum ( ausgebucht) findet übrigens schon nächste Woche statt – auch für den Herbst/ Winter sind Termine in Planung.

Das soll es für heute gewesen sein – gerne beim nächsten Mal die Rückschau auf den Tageskurs „Frühlingserwachen“ im schönen Oberallgäu. Und auch vom Nunofilzkurs und vom Figurenfilzkurs Frauengestalten gibt es einiges zu zeigen – Wolle ist so gebend und vielfältig, es ist mir einfach jeden Tag ein Fest.

Die Programmplanung fürs nächste Werkstattkursjahr ( September 2025 – Mai/Juni 2026) beschäftigt mich momentan – zu einigen Filzkurse werde ich euch also auch in Zukunft in meiner Werkstatt willkommen heißen können. Ich freue mich schon darauf!

Schnappschnäbelchen

Handpuppenkurse sind mir seit einigen Jahren mit die liebsten Kurstage – zu bunt, vielfältig und lustig sind die Ergebnisse und die zugehörigen Einsatzideen.

Igel, Drache, Schnecke und so einiges Getier mehr hüpfte in den letzten Jahren nach einem langen Kurstag bereits vom Werktisch, um zukünftig zuhause oder eben auch in der Arbeit im Kindergarten, Schule oder anderen pädagogischen Settings Spaß, Freude und Verbindung zu bringen. Stabil nassgefilzt mit dem gewissen Filzwissen in Material und Technik gefertigt bleiben solche Handpuppen langjährige und treue Begleiter.

Im Januar diesen Jahres war es nun eine Vogelgestalt – bereit, sich mit ihrem Schnappschnabel frech zu Wort zu melden, Geschichten zu erzählen, Inhalte zu vermitteln oder einfach nur zuzuhören, zu bestärken oder zu trösten.

Wie immer im Handwerk: Detailarbeit kostet Kraft und Nerven, lohnt aber im Endeffekt jede Mühe. Und so flatterten am Ende des gemeinsamen Filztages wunderbar eigenwillige Schnappschnäbelchen in alle Richtungen heimwärts.

Tatsächlich überlege ich bereits fürs neue Programm ( ab September 2025), welchem Handpuppenwesen wir uns wohl im nächsten Kursjahr widmen werden….mal sehen. Bis dahin winke ich all den Schnappschnäbelchen hinterher – gute Reise und viel Spaß bei euren zukünftigen Aufgaben!