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wie die maus im haberstroh

besuch bekommen – und gleich soviel – ja, das ist der verspätete verwandschaftsweihnachtsbesuch für unsere kleine herde – direkt vor ihrer schnauze, die darauf stundenweise mit ziemlich verhaltener begeisterung und enormer aufregung und gefühlswallung reagierte – wie im richtigen leben halt

….

ein weihnachtsfest mit echter begeisterung liegt hinter uns und das neue jahr klopft bereits vorsichtig an

möge es ein gesundes, glückliches und gefühlvolles werden, voll kleiner alltäglichkeiten, die das herz wärmen – wenn man sie läßt

in diesem sinne

lebe glücklich, lebe froh

 

wie die maus im haberstroh – ein gutes neues!

unterwegs

sind nicht nur die letzten zwei nasenküssergeschwister,

ebenfalls auf den weg macht sich dieses brüderpaar – bis nach neuseeland wird die reise gehen, dorthin aber in warmer kinderhand

viel glück, ihr begleiterchen auf der anderen seite der erde (zumindest von hier aus gesehen!),

 

nehmt eure aufgabe ernst und wärmt händchen, bettchen und seelchen beizeiten in der neuen heimat.

 

winterkinder

da stehen sie, die kleinen, und warten auf ihre reise –

morgen gehts los und sie verlassen die werkstatt in gesellschaft vieler anderer kleinigkeiten und geschenke in 4. adventsminute

–  noch 8 tage bis zum fest…

ich will doch nur

spielen!

ein kleiner tip: sie sind für die bude des waldorfkindergartens am bunten markt….

Sternenkind

weißt du wieviel sternlein stehen an dem blauen himmelszelt

weißt du wieviel wolken gehen weithin über alle welt

gott der herr hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet

an der ganzen großen zahl, an der ganzen großen zahl.

 

kirschkernkissen für die kleinen – wenn das bäuchlein mal schmerzt oder der kummer eine portion wohlige kuschelwärme braucht, kommt das sternenkind zu besuch, will sich schmiegen und liebgehabt werden

leider hatte  ich gestern abend meine kamera vergessen – so gibt es keine bilder von den entstandenen lustigen kernbeissern…viele kirschkernkissenideen kommen jeden tag dazu. solange die kernchen in meiner riesigen blechschlüssel klickern, klirren, rascheln und rungeln wird das wohl so weitergehen….

kernbeißer

dienstag, 25.10. kirschkernsäckchen

19.30-22.30 in der hollerstubn, seebach, oberdorferstr.1

es sind noch plätze für wärmeliebende, kirschenesser und kernbeißer frei!

 

in meinem kleinen apfel

da sieht es niedlich aus

es sind darin fünf stübelein, grad wie in einem haus.

in jedem stüblein wohnen zwei kernlein schwarz und klein

die liegen dort und träumen vom hellen sonenschein.

sie träumen auch noch weiter gar einen schönen traum

wie sie einst werden hängen am lieben weihnachtsbaum.

                                                         (traditionelles kinderlied)

wieviel schöner ist es, die reichtümer des herbstes

mit einem lied auf den lippen zu ernten und zu verarbeiten – der winter naht mit großen schritten, der erste nachtfrost erschreckt die letzten blumen und früchte. bald sind die schlehen süß!

wiesenzwerge

 

die felder sind abgeerntet, die leitern lehnen an den apfelbäumen, die eichhörnchen holen die letzten haselnüsse, die rehe laben sich am fallobst.

und die zwerge?

auf dem weg in ihre winterhöhle mit einem geschenk bedacht wispern sie leise im morgennebel rund um den weißdornhaag.

sieben

abschied nehmen heißt neu beginnen – sieben jahre lang arbeitete ich gerne für, mit und im waldorfkindergarten. nicht tag für tag, wie alle meine lieblingserzieherinnen – nein – abends in der elternmanufaktur oder daheim in der werkstatt. es entstanden allerlei arten von gestalten. ob zu den kindergartengeburtstagen, zu bazaren, zum bunten markt oder einfach nur so – für kleine hände, für etwas größere hände, zum liebhaben, zum spielen, zum aufstellen, zum begreifen.

die kleinen figuren gewannen im laufe der jahre an kontur – für mich wurden sie zu erzählern von der kleinen welt, die sich hinter jedem ding versteckt – in nüssen, steinen, wurzeln, blumen, schneckenhäusern, muscheln –  in wiesen und wäldern. und egal, wie einfach ihre erscheinung ist, einen weg zum kind zu finden- das war ihr auftrag.

ich habe in dieser zeit gelernt, dass figuren den kindern den rhythmus der natur und manch tatsache im leben ganz sanft näherbringen können, dass sie  bespielt und gehegt werden und mit ihnen ihr zuhause – die natur.

ich habe gelernt, dass kleine hände zart halten und behüten, weiches erfühlen ohne zu zerren, geschichten erzählen ohne zu fest zuzupacken.

im laufe meiner filzweiterbildung kam ich an den punkt, die kleinen nicht mehr in mein „professionalisiertes“ tun einlassen zu wollen – zu lieblich, zu verspielt erschienen sie mir. linie wollte ich ausbilden, gelerntes anwenden, mit materialien und texturen umgehen, große projekte planen, durchführen, auswerten. 

all das tue ich  – und schnell, sehr schnell habe ich gemerkt, dass ich doch nicht ohne sie sein will – sie fehlten mir und so begann ich eines nachts wieder, köpfchen zu wickeln, händchen zu drehen, kleider anzuziehen, äpfelchen und zwergenmützen, pantöffelchen und hemdchen zu filzen und meinen woll- und seidefarbbädern immer wieder händevoll wensleydale- und gotlandlocken für eine fröhliche haartracht beizugeben.

ende juli bei der schulanfängerverabschiedung bekam jedes der fünf kinder ein begleiterchen auf den weg

zuerst war ich mir nicht sicher, ob die kleinen tatsächlich ein gesicht wollen. in gedanken die fünf kinder entschied ich mich dann dafür.

 zusammen mit einem kleinen edelstein, den das kind als kette umlegen kann, wenn es will, bringt es vielleicht ein bisschen freude oder trost, wenn der neue weg ein wenig zu steil wird – ich wünsche es mir.

ich habe heute viele bilder eingefügt, vielleicht zu viele  –  sicher zu wenige, um diese zeit zu dokumentieren,(denn es fehlen definitiv all die menschen, die ich kennengelernt habe und die mich auf meinem weg begleiten und begleitet haben) – vielleicht sogar mehr für mich als für euch(?!) – sieben jahre herzensheimat gingen für mich zu ende – danke für alles.

weiter

eine wegstrecke bin ich mit 11 anderen filzerinnen über 3 jahre nun gegangen und fast alle von ihnen haben am wochenende in oberrot mit mir unseren abschluß als filzgestalterinnen gefeiert. insgesamt präsentierten 39 frauen aus 4 jahrgänge ihre abschlußstücke  – vielfalt in hülle und fülle.

zum thema „Ge – Wandlungen“ waren auch meine arbeiten zu sehen – kleidungsstücke aus der märchensammlung der gebrüder grimm, die wandlung bergen

„und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die sterne vom himmel (…) und obgleich es sein hemdlein weggegeben, hatte es ein neues an und das war aus allerfeinstem linnen“

sterntaler – moorschnucke

„keine andere soll meine gemahlin werden als die,  an deren fuß dieser goldene schuh passt.“

aschenputtel – kapmerino, chiffon, spitze, seidenpongee handgefärbt mit rainfarn, tussaseide

“ dann machte sie die nuß auf und holte das kleid hervor, das wie die sonne glänzte. und wie dies geschehen war, ging sie hinauf zum feste und alle traten ihr aus dem weg; denn niemand kannte sie (…)“

allerleirauh – walnuß, chiffon, feinste merino, papier mit metallgespinst, metallfaden

ich danke allen, die mich auf diesem weg begleitet haben – meinen dozentinnen beatrize schaaf-giesser, inge bauer und lyda rump,

den gastgebern sonja und bernd fritz

und all den filzschwestern, die ich in dieser zeit kennengelernt habe.

wenn auch die „schulzeit“ ein ende hat, hier sind verbindungen gewachsen, die stark sind und tragen – weiter gehts!