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taschen voller glück

 

gefilzt aus wunderbarer anthrazitfarbener neuseeland merino (eine meiner lieblinge) und einem tiefen griff in die schatzkiste. so finden rohseide, gotlandlocken, heidschnuckenhaare, chiffon, teile einer indischen bluse

weiches angoragarn, dicke, silberdurchwirkte sariborte und seide-wolle-vorfilzreste eine neue bleibe.

einige reste auf dem tisch und ein blick auf die donau später entstand noch dieser shopper

der zusätzlich noch baumwollstreifen und pailettenstoffe enthält. ich mag diese großen einfach geschnittenen taschen – davon werde ich in der nächsten zeit noch einige mehr machen.

euch allen wünsche ich  taschen voller glück, freude und zufriedenheit – gelassenheit, friedfertigkeit und geduld  – und auch ein bisschen demut. so gerüstet  möge das neue jahr 2015 ein guter begleiter werden – alles gute!

schuhu

ob am freitagabend den komischen kauz,

der als gefäß nun mit großen augen die schätze des alltags beäugt

oder

vor mehreren dienstagen die kleine eule, die sich durch die nacht schuhut – immer auf der jagd nach der dicksten und langsamsten maus….so fanden einige dieser tage ihren vogel in einem der kurse meiner werkstatt (ja – die haben dort ein nest…!)

und gerade diese immer länger werdenden nächte laden ein, das wollgarn aus der kiste zu holen, einzelne verirrte lavendelblütchen abzuklopfen und bei einer tasse tee gemütlich in eine decke gehüllt den käuzchen mit der sticknadel noch mehr kontur zu geben –

viel spaß dabei!

 

bewachsen

waren am ende des abends 10 einstmal unbelebte kiesel und granitsteine mit den unterschiedlichsten gewächsarten –

und da es (wie so oft…) für ein buntes abschlußgruppenbild mal wieder zeitlich nicht ausgegangen ist – heute ein gruppenbild der etwas anderen art:

auf diesem nachtschlafend gefilzten stein versammeln sich alle restaufbauten, die ich beim aufräumen auf und unter den tischen gefunden habe. so haben auch diese emsig gefilzten kleinigkeiten ihren würdigen rahmen gefunden – danke für diesen bunten abend!

 

menschen und filz

die sechswöchige filzreihe in der lebenshilfe osterhofen ist zu ende gegangen – es waren entspannte und emsige vormittage, ich hoffe, wir sehen uns bald wieder, denn viele geschichten gibt es noch zu erzählen, viele witze, um drüber zu lachen, viele begebenheiten, um sie miteinander zu teilen, während die hände arbeiten.

„schmückendes aus filz“ gab es einen samstag lang in der landvolkshochschule niederalteich – das schöne haus mit seiner freundlichen atmosphäre, den noch freundlicheren mitarbeiterinnen und der (gewohnt) exzellenten, regionalen und nachhaltigen küche taten uns so gut – da floß die kreativität in strömen und es entstanden ganz persönliche und individuelle schmuckstücke.

auch  in meiner werkstatt tat sich so einiges – unter anderem wurde mal wieder vogelwild gefilzt (ein weiterer schräger vogel termin ist übrigens noch am 24.6. von 19.00 – 22.00 im gARTen hengersberg)

nach konzentriertem wolle auslegen und geduldigem anfilzen erhoben sich bald schon die ersten vögel von der tischplatte, es wurde fest gewalkt und die vorfreude auf das endgültige ergebniss war groß. so war die überraschung umso größer, als nach dem endgültigen rinnsbad und schleudern ein vogel einfach fehlte – weg – verschwunden…hatte jemand doch das fenster aufgelassen???

nach intensiven und handgreiflichen recherchen – bei denen auch mein elterliches weihnachtsgeschenk, der spitzenmäßige akkuschrauber zum einsatz kam – wurde der fehlende vogel doch noch gesichtet und gerettet. er hatte sich – wohl aus zentrifugalintendierten gründen – in den zwischenraum zwischen gehäuse und schleudertrommel verzogen – man mag es ja nicht glauben

so aber saßen nach ca. einer viertel stunde alle wieder vergnügt fürs gruppenfoto in pose – ich hoffe, die schleudernde dunkelheit und enge hinterläßt keine spuren in der sonst so vergnüglichen vogelbiographie…!

aber auch ich habe mich bei einem kurs austoben dürfen – vor dem deutschsprachigen filzertreffen in hohebuch besuchte ich dort den shibori – färbekurs mit inge bauer.

für mich waren diese zwei tage reine farbenprächtige erholung – mein kopf war aus und ich freute mich an jedem neu auszupackenden bündel.

die ersten stoffe haben bereits ihre verwendung gefunden. davon etwas mehr im nächsten post. heute erstmal sommer, sonne, sonnenschein – für die seele und für euch.

warteschleife

noch verschämt in der ecke – vielleicht, da rosa-lila

doch die haarblüten warten schon

–  aufs passende model…

traumfresserchen

traumfresserchen, traumfresserchen

komm mit dem hornmesserchen

komm mit dem glasgäbelchen

sperr auf dein schnappschnäbelchen

traumfresserchen, traumfresserchen

dich lad ich ein!

 

michael ende aus „das traumfresserchen“

 

halloween ist eine meiner lieblingsnächte….

jetzt hurtig gesaust – es wird schon dunkel und die grausigsten gestalten ziehen über die hügel…. böse träume werden sie aber nicht bringen, dafür werde ich schon sorgen, denn ich bin eingeladen vielerorten – lecker!

wilde möhre

die ganze wiese im weißen wogenden meer – kleine weiche bettchen, wohin das auge sieht

der warme wind wiegt sie in den schlaf, wohlig umschlossen von der kraft der kräuter

warten sie auf wundersame träume im wilden gras

halten ihr gesichtchen der untergehenden sonne entgegen –

adieu – bonne nuit…à demain

 

 

taschen voller frühling

 

ja, jetzt ist er wirklich da – der boden ist schon am morgen warm und die wiesen und wälder strotzen nur so von leben und lauten.

auch die herde ist auf die streuobstwiese umgezogen – der halbjährliche almauftrieb geschafft, die aufregung ob der riesigen grünen sommerweide bereits verdaut.

gerne würde ich diese frühlingsgefühle der freiheit, der wärme und des aufbruchs in eine tasche packen und in die welt schicken – meine gedanken sind oft bei menschen, die diese zeit in anderen ecken der erde verbringen – seid mir bedacht!

also filze ich eben frühlingstaschen – und das auch mal in rosa….einer von mir stiefmütterlich behandelten farbe. ganz ohne anthrazit kam ich auch hier nicht aus.

die enziantasche ziert wohl schon ein anmutige junges dirndlmädchen – vielleicht darf sie ja auch mal zum frühlingsfest mit.

der kuckuck ist gerade aufgewacht und ruft – seit sonntag ist auch er wieder angekommen und liefert sich mit dem grünspecht die spektakulärsten schreiduelle – das singen übernehmen die singdrossel, amsel, zilpzalp, zaunkönig, goldammer, buchfink (naja, der hört sich eher wie ein unermüdlicher beschwerdeführer an)  und die unmengen an verschiedensten meisen, die, auf der suche nach nistmaterial, auch immer wieder neugierig am fensterbrett sitzen, hereinschauen und sich wohl fragen, warum ich so untätig hier sitzen kann, wo doch soviel zu tun ist…. 

 wohl dem, der ein haus hat und gerade keines bauen muß – ich schau euch gerne zu!

 

 

 

 

wer wohnt da noch auf meinem hof?

 

im ersten grün traf ich mich auf dem alpakahof schreiber in sicking anfang der woche mit fünf angehenden erlebnisbäuerinnen, um mit ihnen für ihre gruppenarbeit am hof eine spiel-, hand- und erzählfigur zu filzen. die pläne reichten je nach hofausrichtung oder -name vom ungarischen hirten in traditionellem gewand über einen frechen fuchs bis zur schnecke, die in ihrem häuschen einfach überall zuhause ist und die dinge aus einer ganz anderen perspektive und aufgrund ihres lebenstempos  auch genauer betrachten kann.

 nach ausgiebiger materialkunde, schablonenüberlegungen und erster hohlfilzerfahrungen wurden zielstrebig filzproben zur farbfindung gefilzt – wilde farbkombis wurden zu harmonischen und aussagekräftigen melierungen – am abend des zweiten tages waren wir dann doppelt so viele!

 ich hoffe, ihr  und eure begleiter seid gut nach hause gekommen – einige hatten ja doch einen recht langen heimweg. es waren schöne tage voller aha-effekte, emsigkeit und guter laune.

euch hirten, füchsen und schnecken wünsche ich eine gute eingewöhnung und viel spaß, wenn die ersten schulklasssen oder feriengäste kommen – seid lieb zu euren bäuerinnen, denn sie haben euch aus ganzem herzen gestaltet.

ich werde mich für diese woche in mein häuschen zurückziehen und die veränderungen, die der frühling mit zauberhänden vollführt in schneckenruhe geniessen – und diese ruhe wünsche ich auch euch allen.

weißt du

 

nicht nur wieviel sternlein stehen

sondern auch wieviel zeit uns zur verfügung steht, diese auch nur annähernd zu zählen? tage wie heute lassen mich zurückschauen auf vergangenes, auf erlebtes, auf bewegtes und bewegendes. im laufe der jahre ändert manches sein gesicht – und trotzdem gibt es augenblicke, die sich fest ins gedächtnis eingeschrieben haben. manchesmal kommen sie hervor – unvermutet angelockt durch einen geruch, eine melodie, ein gespräch. heute habe ich sie ganz ruhig willkommen heißen können, als teil meines lebens mit all seinen pfaden und wendungen.

viel neues leben kündigt sich an – ein lebensfrühling beginnt. ich freue mich, dass ein wolkenkind und ein sonnenkind von anfang an dabei sein dürfen – alles gute!