Archive for the ‘allgemein’ Category

Igelhausen

Unglaublich – aber wahr.

Am Di, 14.9. findet zu gewohnter Zeit von 19.00 – 22.00 der erste offizielle Filzkurs in der Filzwerkstatt Augentrost statt – nach langer Zeit der stillen Räume.

Willkommen in Igelhausen kann ich da nur sagen. Wer Lust hat, im Mix aus Nass- und Trockenfilz diese kleine Herbstdeko für Zuhause oder für den Einsatz in eurem Kindergarten-, Schul- oder Gruppenalltag zu fertigen schickt mir einfach eine mail unter info@augentrost.info.

Ein Leben ohne Igel ist möglich, aber sinnlos

D.Grimm

Dieser und alle weiteren Kurse finden unter Berücksichtigung der aktuellen Hygieneauflagen statt. So werden z.B. bei diesem Angebot weniger Plätze verfügbar sein als gewohnt.

Das gesamte Programm wird sich ab nächster Woche hier im Blog finden – die Tageskurse in der LVHS Niederalteich und im EBZ Pappenheim habe ich schon mal eingestellt – und Igelhausen…..

Ich freue mich auf ein buntes Wiedersehen.

Erdbeerchen

Kann man genug von Erdbeeren bekommen? Ich denke nicht…

Das Erdbeermädchen trägt ein Kleid gefärbt mit Rosenblütenblättern

Dreh dich, Erdbeerchen – und halte die Erinnerung an leuchtend rote Sonnenmomente warm…

Wildwuchs

Ein Rotkehlchen Nest – geschützt in der alten heugefüllten Sandmuschel am Boden im Schuppen. Zuerst bin ich erschrocken – ein dunkler Fleck, eine diffuse Bewegung, als ich nach längerer Zeit mal wieder die Türe öffnete.

Dann aber recht bald Entzücken und Rückzug. Nun ist das Nest bereits leer und einige Hüpferlinge waren im Garten zu sehen.

Wir füttern die Vögel das ganze Jahr über. Gerade jetzt in der Brutsaison stehen Weichfutter und Erdnüsse bereit, um die gestressten Altvögel während der Brut- und Aufzuchtphase bei Kräften zu halten und es ihnen zu erleichtern, die Insekten, die sie finden ihren Kleinen füttern zu können. So brüten hier neben Rotkehlchen u. a. auch Amseln, Spatzen, Meisen, Stare und Mönchsgrasmücken. Am Vogelhaus sind zudem Kleiber, Specht, Buchfink und Goldammer regelmäßig zu Gast.

Aber auch anderen Besuchern gefällt das Take-away ausgesprochen gut

Jeden Tag schaue ich dankbar dem bunten Treiben da draußen vor den Fenstern zu. Ich erlebe, wie sich verschiedene Tiere in unserer unmittelbaren Umgebung beheimaten und ihren Nachwuchs aufziehen. Ich bemerke, wie neue Pflanzen in unseren Wiesen Einzug halten, manche, um zu bleiben, manche, um nach einer Saison wieder zu verschwinden, um andernorts Wurzeln zu schlagen. Ich höre im Morgen- und Abendgrauen die verschiedensten Vögel, ihre Rufe und ihre Lieder und bin eifrig daran, sie zuordnen zu lernen.

Und mag auch nicht jedem der Wildwuchs, die dichten Hecken, die blühenden Wiesen oder mittlerweile ziemlich hohen, schattenspendenden Bäume in unserem Garten gefallen – die Steinhaufen, das Astgewirr, die Totholzhaufen, alte Baumstämme, Brenn- und Taubnesselecken oder so einige unaufgeräumte, halb vergessene Stellen wie die alte Heu gefüllte Sandmuschel im Stadel:

Wir sind glücklich, zumindest ein bisschen zu teilen und selbst Teil zu sein

Es ist das, was mir die täglichen Farben und Formen schenkt

Es ist, was mich beflügelt und erhält

Bowls

Mittlerweile isst man ja alles in Bowls, schmeckt dann oft auch gleich viel besser. Quinoa würde ich zwar jetzt weniger anraten aus diesen Filzgefässen zu geniessen – in den letzten Tagen drehte sich hier in der Werkstatt dennoch einiges um runde Schüsseln. Verschiedenste Hohlformen entstanden, dick- und dünnwandig, aus grober und aus feiner Wolle, unifarben und gemustert, klein und ziemlich groß…

Tatsächlich werde ich von den schlichten Hohlformen nicht müde. Sie haben in der Fertigung einfach etwas Meditatives – sowohl beim Auslegen der Wolle

als auch beim Anfilzen der Oberfläche. Danach geht es – je größer desto fordernder – ins kraftvolle Walken.

Eins meiner Lieblingswerkzeuge – unübertroffen…
Lächelnder Zwischenstand

Egal, wie groß so ein Gefäß ist, der Rand bekommt immer eine zeitintensive Sonderbehandlung.

Auch diese Sitzkissen sind nichts anderes als runde Hohlformen

Wie wäre es im Sommer mit einem open air Tagesworkshop zum Thema Rund… Ich lass da meine Gedanken mal kreisen….

Rabenwinter

Jetzt wo die Tage wirklich kalt werden und die Nächte noch viel mehr ist er wohl da, der Winter. Schon geraume Zeit besiedeln wieder Rabenvögel die kahlen Bäume, krakelen und hüpfen munter auf der Suche nach Fressbaren über weiß bezuckerte Felder.

Winterausgabe 2020
Herausgeberin: Kristin Ritschl
Titelfotografie: Alexandra Dost

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In der neuen Winterausgabe der Zeitschrift Holunderelfe dreht sich alles um „Eine Runde Sache“. Das Heft steckt auch dieses Mal wieder voller Inspirationen in Text und Bild. Viele verschiedene Autorinnen haben ihre Ideen im Kontext von Naturwissen, Lebensrhythmus, Textilkunst und – handwerk zusammengetragen. Kristin hat aus all den Beiträgen das große Ganze zusammen gefügt – was für ein Schatz. Vielleicht entdeckt ihr das Heft ja auch im Zeitschriftenladen eures Vertrauens – ansonsten findet ihr mehr Infos hier

Mein Beitrag „Rabenwinter“ thematisiert dieses Mal das Malen mit Wolle mithilfe der Filznadel – und zwar auf einer ausrangierten Jeans.

Schritt für Schritt zeige ich, wie ihr mit einfachen Mitteln ein Motiv gekonnt in Szene setzen könnt, gebe meine Erfahrungen in dieser Technik weiter und freue mich, wenn viele verschiedenste Rabenwinter entstehen.

So wünsche ich euch eine tätige und zuversichtliche Adventszeit – und: achtet auf dunklen Rabengesellen, wenn sie wieder einmal eine Walnuss auf die Straße legen, vor eurem Auto schnell zur Seite hüpfen und am Straßenrand inne halten. Sie warten, ob das Auto über die Nuß fährt, so dass sie endlich an den leckeren Kern gelangen können…

Regenbogenbunt DIY für Kleine mit Große

Regenbogenbunt statt grau ( und braun)! In diesem dichten Novembernebel des lockdown light ( hört sich irgendwie so nach Diätschokolade an…) sind viele bunte Farben und ein Regenbogen genau das Richtige für eine kleine Aktion mit wenig Wolle und Seifenspaß – gerade mit ganz kleinen Mitfilzern und Mitfilzerinnen im Kindergartenalter. Der Aufwand hält sich in engen Grenzen, das Material kann aus der Restekiste gesucht werden und beim Wolken filzen kann gar nichts schief ( genug) gehen…

Vorneweg – die Idee des Ring- Regenbogens ist weder brandneu noch im Grunde originär von mir. In meiner Jugendfreizeitszeit haben wir bereits Ringe mit Krepppapier umwickelt. Die Idee, mit kleinen Helfern ein garantiert gelingendes Beiwerk herzustellen jedoch kam mir bei einer Anfrage einer Erzieherin, was man denn mit Kleinkindern „Gscheits“ filzen könne ( vielleicht sollten gerade die Großen, auch die Eltern überdenken, welche Definition sie denn was „Gscheitem“ zuordnen und welchen ihrer ideellen Vorstellungen sie die Werke der Kinder unterwerfen wollen….)

Hier mein Vorschlag für was spaßiges „Gscheits“

Im Vorfeld richtet eine Schüssel, Seife, und Handtuch am gemeinsamen Werkplatz her. Eine Nähnadel mit bereits eingefädeltem Faden eurer Wahl, eine Schere und evtl. eine Filznadel sollte für die Große in greifbarer Nähe bereit liegen

Außer einer Hand voll weißer Vlieswolle und ein paar bunten Fasern Strangwolle in Lieblingsfarben braucht ihr einen Vorhangring ( jaja, ich mutmaße, dass es so eine ominöse 80ger Jahre Plastiktüte voll dieser Teile in fast jedem Keller gibt – denn zum Wegwerfen sind sie immer zu schade und man könnte sie ja auch noch mal brauchen….. Ansonsten hilft ein Anruf bei der Oma oder der Nachbarin, der Gang zum Sozialkaufhaus oder ihr schneidet einen Ring aus Karton oder einem Pappteller aus)

Jetzt folgt die erste Teamwork. Die Große bindet den ersten schmalen Wollstreifen mit einem einfachen Knoten an den Ring und hält diesen fest. Der Kleine zieht mit flinken kleinen Fingern Runde um Runde die bunte Wolle durch den Ring, die Große greift nach und verhindert damit, dass die Wolle rutscht.

Wie ihr die Farben verteilt ist ganz euch überlassen – ich habe mich entschieden, den Ring in der unteren Hälfte mit Blau und in der oberen Hälfte bunt zu gestalten. Beim Farbwechsel benötigt es evtl. die großen Finger, um die Fasern in der ersten Runde mit der Vorgängerfarbe überlappend zu wickeln, dann können die kleinen Finger weiter arbeiten. Hand-Auge-Koordination, Geduld, Ausdauer, Feinmotorik… oder einfach nur Spaß am gemeinsamen Arbeiten.

Die Fasern der letzten Farbe können von der Großen mit einer Filznadel parallel zum Holz vorsichtig unter die Wickelung geschoben werden.

Tipp: Das kann mit einer bereits abgebrochenen Filznadel ( wer solche besitzt, hat auch so manches Gerippe denn: genau – man könnte sie ja nochmal brauchen…) gefahrlos und schnell erledigt werden.

Für sehr junge Kinder könnt ihr diesen Schritt bis hier her auch alleine vorbereiten – die trocken umwickelten Ringe lassen sich gut lagern und bei Bedarf hervorzaubern.

Nun noch die Wölkchen vorbereiten.

Die Große teilt die weiße Vlieswolle in drei Streifen und rollt daraus mit Hilfe des Kleinen drei kleinere Kugeln. Diese werden zuerst mit trockenen Händen bearbeitet, über die Unterlage oder auch in der Hand gekugelt und gerollt. Vielleicht kann man auch mal versuchen, sie in die Schüssel oder vom Tisch zu pusten….Aber dann kommt endlich das (handwarme) Wasser und Seife ins Spiel.

Die Hände wie beim Hände waschen richtig gut einseifen. Der Ring wird ins Wasser getaucht, kommt in die seifige Hand und wird nun erst vorsichtig später stärker mit seifigen Händen von allen Seiten gestreichelt – je fester die Wolle darum gewickelt war desto weniger besteht nun Rutschgefahr.

Schrumpfen kann die Wolle um den Ring nicht wirklich, aber sich etwas schließen und vorallem Spaß machen.

Achtung: Solltet ihr einen Pappring umwickelt haben bleibt dieser trocken! Ihr lasst diesen Schritt aus und ihr springt gleich zum nächsten!

Aus den weißen Wollkugeln entstehen im nächsten Schritt durch Rollen und Reiben fluffige Filzwolken – hier zählt nur der Spaß am Seifenwasser. Wird es gar zu flutschig wird das Wölkchen einfach kurz im Handtuch ausgedrückt. Auch die Hände und die Unterlage etwas trocknen und den Filz feucht und ohne weiteres Wasser oder Seife weiterrollen, kneten, quetschen, klopfen,… alles was Spaß macht.

Das Ergebnis darf aussehen wie verunglückte Kugeln – und das ist gut so.

Nun ist es dem kleinen Filzer meist wichtig zu wissen, wann denn das tolle Mobile endlich fertig ist. Die Große versucht derweil mit glitschigen Fingern mithilfe von Nähnadel und Faden (Oh wie schön! Der war ja im Vorfeld schon eingefädelt!!!) die Wölkchen in unterschiedlichen Höhen am Ring an zu nähen oder auch zu knoten und oben einen Faden zum Aufhängen anzubringen.

Und während der kleine Filzer bereits durch die Seifenwasserpfützen rollt hängt die Große das neue Mobile auf, freut sich und überlegt, wem sie mit einem Nächsten eine Freude machen könnte…

Gestalt geben

Ein kleiner Einblick in einen Auftrag, der mir bereits im Sommer viel Freude gemacht hat.

Für ein Kinderhaus entstanden Krippenfiguren aus einem Mix aus Wollwickeltechnik und Nadelfilz.

Wie im letzten Artikel erwähnt gibt es viele verschiedene Arten der Figurenherstellung aus Wolle. Diese hier sind bei einer Größe von ca. 18cm nicht komplett aus Wolle sondern über ein Drahtgerüst gewickelt und gefilzt. Ich mag es, wenn diese Art von Figuren, mit denen weniger gespielt als erzählt oder Szenen gestellt werden, zwar stabil, aber nicht komplett durchgenadelt sind – so behalten sie ihre Weichheit und Flexibilität, der Faserverlauf bleibt sichtbar und auch Kinder fassen sie ganz anders an, behutsamer und bedachter.

In vielen Kursen habe ich diese Art des Figurenbaus bereits weiter gegeben – es ist mir jedes Mal eine Freude, wie nicht nur die Phantasie sondern auch die Fertigkeit der Teilnehmer*innen von Figur zu Figur wächst. Denn neben der Qualität der Verarbeitung spielen auch Proportionen, Farb- und Wollauswahl eine große Rolle.

So habe ich für dieses Figurenset vorwiegend heimische Wollmischungen wie süddeutsche Merino oder Bergschaf ( teilweise Handfärbungen) und auch verschiedene Rohwollen wie Heidschnucke oder Romney verwendet – für Frisuren und auch Gewand. Merinostrangwollen finden bei mir noch manches Mal als Haartracht für die Frauen Verwendung – für sehr viel mehr verwende ich diese Wolle – zumindest im Figurenbau – kaum noch.

Auch einige Tiere waren gefragt – und so kam ich in den Genuss, mir auch mal ein Schweinchen genauer anzuschauen, bevor ich es in Wolle nachempfand.

Ein kleiner Schmiegespatz für die tägliche Erzählrunde rundete auch für mich die intensive Arbeit an den Krippenfiguren ab.

Diesen filzte ich nass aus feiner gut schließender Wolle und ließ mir in der Verarbeitung viel Zeit. Gerne sag ich meinen Kursteilnehmer*innen, dass man vorallem Figuren jede Minute Arbeit ansieht – jedes Minütchen ein Quentchen Liebe zum Detail.

Künftig wird er oft durch viele größere und kleine Hände der Spatzengruppe gehen, gekuschelt, gedrückt und gedreht werden – auch das kann eine Filzfigur gut aushalten. Auf die Herstellungsweise und die Materialauswahl kommt es an.

Ein paar kleine stilisierte Rotkehlchen als Baumanhängerchen habe ich im Anschluss fürs „Marktplätzchen“ in Straubing gefilzt. Ihr findet in diesem kleinen Laden in der Albrechtsgasse 23 verschiedenste Produkte regionaler Handwerker*innen und Werkstätten – darunter auch ein paar Kleinigkeiten aus der Filzwerkstatt Augentrost. Vielleicht habt ihr ja morgen oder übermorgen Zeit, nochmal dort vorbei zu schauen.

Mein nächster Beitrag wird etwas für euch zum Mitmachen sein. Wir steuern dem nächsten – wenn auch nur partiellen- lock down entgegen. Und welches Zeichen zauberte uns schon mal ein Lächeln ins Gesicht? Ja…. genau…..

Sommerherbst – Herbstsommer

Morgens barfuss durch taunasse Wiesen, Blumen und Kräuter fangen langsam an zu verblassen, dafür leuchten die roten Hagebutten umso intensiver – Herbst…

Gefärbt mit Johanniskraut und Walnuss träumt das Kindlein hier seinen leuchtenden Herbsttraum

Noch sind die Mittagswinde warm und schmeichelnd – doch bald wird es Zeit sich etwas Schutz zu suchen….

Engelstraum


…und wenn ich wieder eine Nacht mit unruhigen Sinnen und Wolfsgedanken verbracht habe – dann wünsche ich mir einen Engelstraum


der mich sanft wiegt und sein lässt in Ruhe und Frieden…

und den wünsche ich euch auch

Wollfrühling

Juraschaf-Lammwolle aus Schöllnach

Ja – es ist Zeit zu vergeben in diesen Wochen. Zeit für zeitaufwändige aber sehr nachhaltige und zufriedenstellende Arbeitsgänge.

Mehrere Jahre habe ich nun nur wenig mit Rohwolle gearbeitet – ausser der Wolle unserer eigenen Schafe und einiger Kostproben von Freunden hatte ich dazu einfach keine Muße. Das schaut diesen Frühling ganz anders aus – die vielen und mitunter mühsamen Arbeitsgänge, ein Rohwollvlies für die Weiterverarbeitung urbar zu machen erdet mich momentan sehr. Ich mag den Duft und die fettige Weichheit der Wolle, wenn sie so frisch vom Tier kommt. Ich sehe und spüre die unterschiedlichen Längen der Faser, je nachdem welche Partie des Vlies ich gerade betrachte. Ich überlege gerne, welche Teile ich zusammenhängend verarbeiten und welche ich zum kardieren sortieren möchte.

Wensleydale Lammwolle von meiner Freundin aus Holland

So arbeite ich mich momentan durch lang Aufgeschobenes – einige Säcke sortierter aber nicht weiter beachteter Wolle der letzten Jahre ist nun bereits gewaschen und teils gefärbt

Und als ich mal bewußt angefangen habe, das Wolllager zu sichten tun sich ja Welten auf. Dazu muss ich wohl zu meiner Verteidigung sagen, dass ich durch den Werkstattbetrieb und die (sonst regelmäßigen) Kursangebote zu verschiedensten Themen immer viel verschiedene Wollen vorhalte. Doch auch hier finden sich Relikte, zum Wegwerfen zu schade, und doch ungeliebt in der Ecke vergessen…

So verbrachte ich einige Stunden mit dem Kardieren sehr betagter, industriegefärbter Merinowollstränge teils fast ein Jahrzehnt alt. Da ich kaum noch mit dieser Wolle arbeite rutschte sie weit nach hinten – von allen, auch von Käfern und sonstigen Wollfreunden verschmäht. Als bunte Bats ( nein – spinnen kann ich noch nicht..braucht sie vielleicht jemand und möchte gerne gegen Olivenseife tauschen?) und Vorfilze ( sind schon in Gebrauch für Meditationskissen) harren sie nun weiterer Verarbeitung.

In den nächsten Tagen wird noch einige Rohwolle ins Haus fliegen. Walliser Schwarznase aus München, Gotlandschaf und Skudde, Zackelschaf aus Hückeswagen und evtl. dem bayerischen Wald, Rhönschaf aus Ortenburg, Merinolandschaf aus dem Landauer Raum…..bei der Aufzählung komm ich doch ein bisschen ins Schwitzen – aber die Freude überwiegt bei weitem.

Die Aussichten, einen spontanen Rohwollsitzfellchenkurs im Sommer oder Herbst anzubieten habe ich trotz aller Unwegbarkeiten noch nicht völlig begraben – Material wird auf jeden Fall da sein – Interessentinnenliste wartet auf eure Rückmeldungen. Bis dahin spiele ich gerade ein bisschen damit rum – meine kleine innere Wikingerseele sieht sich im Leinengewand und mit Schaffell warm umschmiegt an der Küste von Haitabu stehen und dem nahenden Schiff zuwinken….

Heidschnucke aus Schöllnach


oder aber in den frühen Morgenstunden umgürtet mit verschiedenen Säckchen und Körbchen und einer kleinen Sichel in den Waldhain und die Lichtungen zu wandeln, um Heil- und Speisekräuter zu sammeln….

Wensleydalemix aus der Schwäbischen Alb und Juraschaf aus Schöllnach

Wie ihr bereits bemerkt habt habe ich meine Kommentarfunktion auf Eis gelegt – bei Anfragen und für Aufträge bin ich über info@augentrost.info zuverlässig zu erreichen. Ebenso über meinen Instagram Account.

Über eine einfache Hallomirgehtsgut- email freue mich übrigens auch immer – danke auf diesem Weg den lieben Frauen, die mir immer wieder ein kleines Lebenszeichen schicken. So merke auch ich, dass nicht nur mir diese notwendige Kursruhe nicht immer gefällt – zu viele Ideen habe ich für neue Themen und Inhalte. Ich hoffe, euch diese ab September wieder anbieten zu können – time will tell…